Er galt als Reporter-Legende beim ARD und WDR: Gerd Ruge ist tot!

Köln/München - Der langjährige ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge ist tot.

Der ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge starb im Alter von 93 Jahren in München. (Archivbild)
Der ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge starb im Alter von 93 Jahren in München. (Archivbild)  © Marc Müller/dpa

Er starb am Freitag im Alter von 93 Jahren in München, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Samstag mitteilte.

Ruge berichtete viele Jahre als Korrespondent aus Ländern wie Russland und den USA. Er galt als Reporter-Legende.

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow (63) sagte: "Gerd Ruge gehört zu den großen Reporterpersönlichkeiten der ersten Stunde. Profunde Analysen, präzise Interviews und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären, das zeichnete ihn aus."

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Er sei ein wertvoller Zeitzeuge wichtiger politischer Ereignisse im In- und Ausland gewesen.

"Unvergessen bleiben seine zahlreichen Auslandsreportagen und Reiseberichte. Das Publikum hat ihn dafür geliebt", ergänzte Buhrow.

Für viele nachfolgende Generationen von Journalistinnen und Journalisten sei er Vorbild und Orientierung gewesen.

Gerd Ruge berichtete aus Moskau, China und den USA

Gerd Ruge berichtete aus aller Welt und hörte den Menschen aufmerksam zu. Seine Reportagen fanden ein großes Publikum. (Archivbild)
Gerd Ruge berichtete aus aller Welt und hörte den Menschen aufmerksam zu. Seine Reportagen fanden ein großes Publikum. (Archivbild)  © Irmgard Eichner-Ruge/WDR/dpa

Ruge wurde am 9. August 1928 in Hamburg geboren. Seine berufliche Laufbahn ist vor allem von seiner Tätigkeit für die ARD geprägt.

Der WDR-Journalist war in unterschiedlichen Positionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig.

Einige Stationen: In den 1950er Jahren ging er als ARD-Korrespondent nach Moskau, in den 1960er Jahren war er dann in den USA tätig.

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Anfang der 1970er Jahre übernahm der ARD-Chefkorrespondent die Leitung des Bonner WDR-Studios.

Für einige Jahre war er in den 1970ern für die Tageszeitung "Die Welt" in China tätig, danach arbeitete er wieder für die ARD.

WDR ändert TV-Programm

Der Westdeutsche Rundfunk ändert wegen Ruges Tod kurzfristig sogar sein TV-Programm am heutigen Samstag.

Um 21.45 Uhr strahlt das dritte Programm WDR Fernsehen die Gerd-Ruge-Nacht-Sendung "In 80 Jahren um die Welt" und im Anschluss eine seiner letzten Reportagen "Gerd Ruge unterwegs – Sommer am Colorado" aus, wie der öffentlich-rechtliche Sender in Köln mitteilte.

Titelfoto: Marc Müller/dpa

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