Ex-Spice-Girl Mel B wurde von Kindern "nach Hause" gejagt

Leeds - Das ehemalige Spice-Girl (45) berichtet erstmals über den Rassismus, den sie Zeit ihres Lebens ertragen musste. Als Kind wurde sie von Gleichaltrigen beschimpft und nach Hause gejagt.

Die britische Pop-Gruppe "Spice Girls" Melanie Brown (l-r), Melanie Chisholm, Emma Bunton und Geri Horner.
Die britische Pop-Gruppe "Spice Girls" Melanie Brown (l-r), Melanie Chisholm, Emma Bunton und Geri Horner.  © Matt Crossick/PA Wire/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd (TAG24 berichtete) herrschen weltweit Proteste gegen Rassismus. 

Die "Black Lives Matter"-Bewegung (dt. "Schwarze Leben zählen") ruft auch zahlreiche Promis auf den Plan, sich zum Thema Diskriminierung zu äußern.

So nun auch das ehemalige Spice-Girl Melanie B(rown). 

In einem Interview mit "Daily Star" gibt sie an, dass ihr Fremdenfeindlichkeit schon in jungen Jahren nicht fremd war. 

Sie wuchs im britischen Leeds auf und kannte nur wenige dunkelhäutige Kinder. 

Besonders in der Schule bekam sie zu spüren, wie sehr ihre Hautfarbe eine Rolle spielte. 

Die Sängerin erzählt: "Knall auf Fall wurden mir all diese Namen gegeben, die ich nicht verstand, so wie 'Indianerin' und natürlich auch das N-Wort."

Melanie wurde von den Kindern nach Hause gejagt, die währenddessen die oben beschriebenen Namen brüllten. Die hübsche Brünette sagt, dass sie daher lernte, schnell zu rennen. "Als ich älter war, gewann ich fast alle Schulrennen."

Auch nach ihrer Kindheit wurde sie Opfer rassistischer Anfeindungen. Im Jahr 1996 erschien der weltweit erste große Hit "Wannabe" von den Spice Girls. Mel sollte damals ihr krauses Haar für das Musikvideo glätten lassen. Doch sie weigerte sich, da sie betonte, dass es gerade die Unterschiedlichkeit sei, die die Spice Girls so ausmache. 

Die heute 45-Jährige hat zahlreiche weitere Geschichten zu erzählen. Ihre weiße Mutter wurde oft zu Veranstaltungen eingeladen, doch ihr dunkelhäutiger Vater durfte zu diesen nicht mitkommen. Sie hebt hervor, dass auch heute noch viel mehr getan werden müsse, um Ausgrenzung von farbigen Menschen zu vermeiden.

Als Mutter von drei jungen, dunkelhäutigen Kindern - Phoenix (21), Angel (13) und Madison (8) - sei es ihr wichtig, diese so zu erziehen, dass sie niemals Menschen aufgrund des Äußeren verurteilen. Die gebürtige Britin ist stolz zu sehen, wie viele Menschen jetzt weltweit für mehr Gerechtigkeit protestieren.

Titelfoto: Matt Crossick/PA Wire/dpa

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