Muss Fler wegen Arafat Abou-Chaker in den Knast?

Berlin - Clan-Chef Arafat Abou-Chaker (44) sorgt derzeit für den wohl spektakulärsten Prozess. Der 44-Jährige und Bushido (42) galten einst als enge Geschäftspartner, doch als der Rapper die Geschäftsbeziehung auflösen wollte, wollte Arafat dies offenbar so nicht akzeptieren.  

Wie Arafat Abou-Chaker (l.) muss sich auch Fler (r.) vor Gericht verantworten.
Wie Arafat Abou-Chaker (l.) muss sich auch Fler (r.) vor Gericht verantworten.  © Christophe Gateau/dpa, Britta Pedersen/dpa

Es geht um Millionen. Bushido hatte bereits mehrmals ausgesagt. Er verglich die Beziehung zum Clan-Boss mit einer Zwangsheirat und sprach von unfreiwilligen Zahlungen an ihn.

Anfang November gesellt sich ein ehemaliger Weggefährte ebenfalls auf die Anklagebank. Fler (38) drohen zwei Jahre Knast - ohne Bewährung.

"Ich soll gef*** werden, weil ich zu Arafat stehe. Ich bin mit ihm befreundet, habe aber keinerlei Geschäftsbeziehungen. Und ganz ehrlich: Wenn jemand kriminell ist, soll er verknackt werden", berichtet der Rüpel-Rapper im Bild-Interview. Er sei aber von der Unschuld Arafats überzeugt.

Die Liste der Vergehen ist lang: Insgesamt geht es um sechs Anklagen mit 23 Vorwürfen. Unter anderem soll sich der 38-Jährige wegen Fahrens ohne Führerscheins, Nötigung und Beleidigung von Polizisten verantworten. 

Vor allem Letzteres dürfte vielen noch bestens in Erinnerung sein. Als Fler im September vergangenes Jahres in eine Polizeikontrolle geriet, beleidigte er die Polizisten aufs Übelste, beschimpfte sie unter anderem als "Fanboy" oder "neidischer Schwanz". 

Zudem soll der Musiker eine satte Geldstrafe von 54.000 Euro zahlen. Der Berliner bezeichnet das wiederum als "Staatsschikane!". Er fühlt sich von der Polizei schikaniert. 

"Bei allen Vorwürfen geht es um geringfügige Straftaten. Aber das LKA, zuständig für organisierte Kriminalität, kam zu mir nach Hause, führte Razzien mit dem SEK durch. Ich saß mit Handschellen gefesselt auf der Küchenzeile", erzählt der Gänsehaut-Interpret der Bild. Irgendwann sei ihm der Kragen geplatzt.  

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa, Britta Pedersen/dpa

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