"F*ck die Gatekeeper": Musiker, YouTuber und Alleskönner Fynn Kliemann macht jetzt Kunst

Zeven - Webdesigner und YouTuber Fynn Kliemann (33) macht und kann gefühlt einfach alles. Ein Boot sanieren? Easy. Songs komponieren, singen und dafür Preise gewinnen? Gar kein Problem. Neuerdings tobt sich der 33-Jährige nicht nur musikalisch, sondern auch mit Sprühdosen, Malfarbe und einer gehörigen Portion Kreativität aus.

Fynn Kliemann (33) macht jetzt in Kunst. (Archivbild)
Fynn Kliemann (33) macht jetzt in Kunst. (Archivbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Dass er jetzt auch noch malt, hat vermutlich den ein oder anderen Fan zunächst verwundert. Kann er das überhaupt? Braucht man da nicht ein gewisses Verständnis für, wie heißt das nochmal, Kunst?

Mit diesem Vorwurf beschäftigte sich Fynn jetzt in einem Blog-Post auf seiner Website, wo er unter anderem auch seine Klamotten, Musik und vieles mehr verkauft und/oder vermarktet.

"Fick die Gatekeeper und alle, die versuchen etwas für sich zu beanspruchen. Ich finde alles ist für alle da und je mehr sich ausprobieren und sich dabei finden, desto besser", schreibt Fynn direkt zu Anfang. Was er von elitärem Kunstgehabe hält, wird also schon in den ersten Sätzen deutlich: nicht viel.

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Vor rund einem Jahr hat Fynn sich getraut und aus der ersten weißen Leinwand ein Kunstwerk geschaffen. Das erfordere Mut. Selbst den 33-jährigen Tausendsassa habe das Überwindung gekostet. "Die ersten zehn Bilder hab ich mich nur geärgert, immer wieder infrage gestellt und vor dem Aufdrehen einer Öl-Tube schon eingeschissen, bloß nichts falsch zu machen."

Er male jeden Tag. Inzwischen sogar ohne Stress. In seiner Garage versaue er eine Hose nach der anderen und "baller Leinwände mit Gefühlen und Ideen zu zerstörerisch lautem Deutschrap voll". Das mache ihn glücklich. Ja, für ihn sogar das beste Gefühl der Welt.

"Dabei ist eine Richtung entstanden. Ein Stil, den ich mag. Und ich mag so oft so wenig von dem, was ich tue."

Fynns Kunst: Ein wilder Mix aus lauter und lauten Gefühlen

Fynn Kliemann (33) zeigt einen Teil seiner Kunst auf Instagram.
Fynn Kliemann (33) zeigt einen Teil seiner Kunst auf Instagram.  © Screenshots/Instagram/fimbim

Die Werke des 33-Jährigen können sich sehen lassen. Was allerdings ein renommierter Kunstkritiker von Fynns emotionalen, wilden, aggressiven, hässlich-schönen Arbeiten halten würde? Das wissen wir (noch) nicht. Irgendwann wird sich vermutlich jemand berufen fühlen, sich dazu zu äußern.

Ob das Fynn dann interessiert? Das steht auf einem anderen Blatt/Karton/Leinwand. Vermutlich aber nicht. "Hier ist ein Bild irgendwann einfach fertig und ich freu mich wie n kleiner Junge drüber." Ob es "genug" sein könnte? Diese Frage will er sich gar nicht stellen.

"Also scheiß drauf. Ich liebe es in neue Welten einzutauchen und diese kennenzulernen. Von ihnen akzeptiert zu werden ist nie einfach. Die Frage ist aber eben auch, ob das das Ziel ist. Und wenn das immer nur über kommerziellen Erfolg geht, dann will ich das gar nicht."

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Demnächst sollen seine Werke auch die "zugemüllte" Garage verlassen. "Das finde ich geil an frischeren Galeristen wie Johann König (39). Die scheißen auf alle Regeln. Stellen aus und pushen, was sie mögen, ohne Konventionen. Deswegen werde ich da auch bald n paar Bilder zeigen."

Wir sind gespannt!

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa, Screenshots/Instagram/fimbim

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