Fynn Kliemann fördert mit 110.000 Euro Newcomer

Hamburg - Fynn Kliemann (32), Webdesigner, Musiker, Hausboot- und Label-Besitzer, versucht immer wieder weniger vom Glück bedachte Menschen an seinem eigenen Erfolg teilhaben zu lassen. Jetzt macht er dafür wieder ordentlich Geld locker.

Fynn Kliemann möchte Newcomer mit 110.000 Euro fördern.
Fynn Kliemann möchte Newcomer mit 110.000 Euro fördern.  © Screenshot/Instagram/fimbim

Am Montagabend verriet er in seiner Instagram-Story seine neueste Idee. 

Dieses Mal möchte er Künstlern und Künstlerinnen unter die Arme greifen. Dafür habe er von jedem seiner verkauften "POP"-Alben einen Euro zurückbehalten. 

Bei den enormen Verkaufszahlen kam so eine Menge zusammen. 110.000 Platten gingen über die Ladentheke, macht insgesamt 110.000 Euro!

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Mit dem Geld will die 32-Jährige nordische Frohnatur aber nicht nur einen Musiker fördern. Nein, drei talentierte Menschen sollen von seinem persönlichen Förderprogramm profitieren.

Und so hat er sich das Ganze vorgestellt: 

Drei von 13 ausgewählten Talenten bekommen die Kohle. Der erste wird mit 70.000 Euro bedacht, der zweite mit 30.000 Euro und der dritte Platz bekommt die restlichen 10.000 Euro. Immerhin. Das muss ein Musiker erstmal verdienen. 

Das Geld soll dann als Vorschuss für die Produktion eines eigenen Albums genutzt.

Fans bestimmen den Gewinner

Fynn Kliemann spricht auf einer Bühne auf der Marketing-Fachmesse "Online Marketing Rockstars" (OMR) in den Messehallen.
Fynn Kliemann spricht auf einer Bühne auf der Marketing-Fachmesse "Online Marketing Rockstars" (OMR) in den Messehallen.  © dpa/Georg Wendt

Abstimmen können alle, die zuvor sein neustes Album "POP" käuflich erworben haben. Darin befindet sich der Code, der den Weg zum Voting freischaltet. So wird jeder Käufer von Kliemanns Album direkt zum Mini-Förderer von neuen Künstlern. Praktisch.

Und warum das ganze? Fynn Kliemann will, dass neue Künstler auch gehört werden. Deshalb unterstützt er sie nicht nur finanziell, sondern auch durch Nennung und Empfehlungen in den sozialen Netzwerken und auf Spotify.

Ohne Label funktioniert das natürlich nicht. Aber das hat Fynn natürlich auch am Start. twoFinger Records heißt das Unternehmen.

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Ein ungewöhnliches Projekt für die Musikindustrie. Oder wie er selbst in seiner Story erzählt: "Noch nie hat es jemand so gemacht und die großen Majors (Label) hassen das, dass wir das gerade tun. Und deshalb ist es so unterstützenswert! Der Welt zu zeigen, dass wir diese ganze Maschinerie (Musikindustrie) nicht mehr benötigen, sondern, dass wir das selbst machen können."

Und noch eine gute Nachricht. Ins Jingle-Business ist das findige Allround-Talent jetzt anscheinend auch noch eingestiegen.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/fimbim

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