Nach Antisemitismus in Hotel: Hunderte solidarisieren sich in Leipzig mit Gil Ofarim

Leipzig - Nach Antisemitismus-Vorwürfen haben sich am Abend Hunderte Menschen vor dem Westin Hotel Leipzig versammelt.

Am Dienstagabend versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Leipziger Westin Hotel.  © Silvio Bürger

Die Teilnehmenden wollen ihre Solidarität mit dem Musiker Gil Ofarim (39) und Jüdinnen und Juden in Deutschland zu zeigen. Aufgerufen hatte das Bündnis "Leipzig nimmt Platz".

Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl zunächst auf den "mittleren dreistelligen Bereich", wie eine Sprecherin sagte. Auf Social Media ist von 600 Personen vor Ort die Rede.

Ofarim war am Montag nach eigenen Angaben Opfer eines antisemitischen Vorfalls in dem Leipziger Hotel geworden.

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Der Sänger berichtete sichtlich bewegt in einem am Dienstag veröffentlichten Instagram-Video, ein Mitarbeiter des Westin Leipzig habe ihn am Empfang aufgefordert, seinen Davidstern einzupacken. Dann dürfe er einchecken.

Irena Rudolph-Kokot von "Leipzig nimmt Platz" sagte bei der Kundgebung, dass der antisemitische Vorfall extrem wütend mache und nicht unwidersprochen bleiben dürfe. "Wir solidarisieren uns mit allen Jüdinnen und Juden, denen das in Deutschland immer noch viel zu häufig passiert", sagte sie.

Die Mitarbeitenden des Westin Hotels stellten sich mit einem solidarischen Transparent vor das Gebäude.  © Silvio Bürger
Die Spontan-Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen wurde innerhalb weniger Stunden auf die Beine gestellt.  © Silvio Bürger
Die Kundgebung wurde von "Leipzig nimmt Platz" organisiert und dauerte bis etwa 20.30 Uhr.  © News5

Neben den Hunderten Teilnehmenden aus der Zivilgesellschaft nahmen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels an der Kundgebung teil. Sie hielten vor dem Hoteleingang ein Transparent hoch, auf dem die Flagge Israels zu sehen war. Gegen 20.30 Uhr wurde die Versammlung beendet.

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