Neele über Mobbing während GNTM-Zeit: "Mir ging es richtig schlecht"

Hamburg - Wie viele andere ehemalige GNTM-Kandidatinnen bewegte Neele Bronst (24) am heutigen Mittwoch offensichtlich vor allem eines, der mutmaßliche Suizid von Model Kasia Lenhardt (†25).

Neele Bronst (24) über Mobbing in ihrer Instagram-Story.
Neele Bronst (24) über Mobbing in ihrer Instagram-Story.  © Screenshot/instagram/neelejay

Dieser motivierte auch die 24-jährige Influencerin dazu, sich in ihrer Instagram-Story sehr emotional mit dem Thema Mobbing an ihre Follower zu wenden.

Sie selbst kann, besonders wegen ihrer Zeit als Kandidatin bei GNTM, leider aus eigener Erfahrung sprechen. Auch sie musste schon durch einiges durch.

Sie wurde geradezu fertig gemacht, so die schöne Neele. "Ich bin wirklich durch die Medien gezogen worden." Aber nicht nur die Presse habe sie schlecht gemacht, auch gewisse Leute hätten kein gutes Haar an ihr gelassen. Gemeine Nachrichten wurden geschrieben und fiese Kommentare gepostet.

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"Es war eine sehr schwere Zeit und mir ging es richtig schlecht", erinnert sich die Influencerin. Sie habe zwar viel geweint, aber es sei für sie noch "ertragbar" gewesen, kommentiert sie ihre Story.

Damit hat sie inzwischen weniger Probleme. Auf ihren eigenen Kanälen seien die Kommentare außerdem durch Löschen kontrollierbar. Sie bekomme "nur" etwa fünf bis zehn gemeine Nachrichten pro Woche, erzählt Neele weiter, um die sie sich wiederum nicht schert.

Der Druck in den sozialen Medien steigt stetig. Es wird den sogenannten "Hatern" offensichtlich zu leicht gemacht, ihre Mitmenschen, teilweise anonym, zu diskreditieren. Nicht nur Personen aus der Öffentlichkeit werden ständig mit der Unzufriedenheit, der Wut und dem Hass ihrer Hater belästigt und beleidigt.

Neele Bronst über Hass im Netz

Neele Bronst (24) macht Werbung auf Instagram.
Neele Bronst (24) macht Werbung auf Instagram.  © Screenshot/instagram/neelejay

Zwar hat Neele ihre "Hater" in ihren eigenen "Kanälen" relativ im Griff, auf Facebook sähe das aber wieder ganz anders aus. Wenn dort Artikel von Magazinen über sie gepostet würden, erfahre die 24-Jährige noch heute jede Menge Hass von fremden Personen, erzählt sie weiter.

Beleidigungen füllen regelmäßig die Kommentarspalten. Ihr Mittel, um damit umzugehen? Es einfach ignorieren. Denn obwohl man die Person nicht kenne, seien deren Worte trotzdem verletzend.

Einfach Offline gehen reiche nicht aus. Die Beschimpfungen gehen auch im Alltag weiter, weiß die Influencerin.

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"Du wird beleidigt, du wirst angespuckt und bedroht." Die Konsequenz: man wird panisch, hat Angst und weiß nicht was man machen soll. "Wie kann man so dumm sein", anderen Menschen so etwas anzutun, fährt Neele erbost fort.

"Das geht zu weit, was hier auf Social-Media passiert!"

Neele Bronst vergleicht Comedy mit Mobbing

Auch nicht besser seien die sogenannten Comdians mit ihrer riesigen Reichweite und "heftig krassen" Community, die ungeniert über andere Menschen herziehen.

Das sei auch nicht besser als Mobbing und keinesfalls in Ordnung. Ob Neele damit Oliver Pocher (42) meint, der immer wieder gegen die Berufsgruppe "Influencer" schießt, verrät Neele nicht.

Schließlich wisse man ja nicht, wie sich die betroffene Person fühlt. "Mich macht das so wütend." Denn jeder habe eine andere Schmerzgrenze. Man könne bei anderen nie einschätzen, ab wann es zu viel ist. Was jemand ertragen kann.

Deshalb: "Wenn ihr nichts Nettes zu sagen habt, haltet einfach mal die Schnauze."

Hier findet Ihr Hilfe

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide. Da es sich aber um eine Person des öffentlichen Lebens handelt, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. 

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Screenshot/instagram/neelejay

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