Eiseskälte in Europa: Was sagt Greta Thunberg dazu?

Stockholm (Schweden) - Eiseskälte in Europa, vor allen Dingen in Deutschland ist der Winter wieder voll da. Doch auch in Schweden bibbern die Menschen derzeit. Beeindruckt das Klimawandel-Bekämpferin Greta Thunberg (18)?

Greta Thunberg (18) bringen kalte Tage nicht aus der Ruhe.
Greta Thunberg (18) bringen kalte Tage nicht aus der Ruhe.  © Kay Nietfeld/dpa

In einem Tweet vom Samstag macht die 18-Jährige deutlich, wie sehr sie die aktuellen Minusgrade beeindrucken, obwohl die Winter doch immer wärmer werden sollen: gar nicht.

Die Schwedin weiß nur zu gut, dass Wetter nicht gleich Klima ist und schreibt daher:

"Ein schöner Wintertag in Stockholm! Heute sehr kalt in Mitteleuropa und Mittel-Nordamerika. Noch immer ist die nördliche Hemisphäre + 0,5 ° C über dem Ausgangswert von 1979-2000."

Ebenso wenig dürfte es Thunberg daher beeindrucken, dass Griechenland von heute auf morgen am Samstag wieder mit Eiseskälte konfrontiert wurde.

Schon vor wenigen Tagen äußerte sich der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf zum überraschend kalten Winter.

Demnach können Kältewellen wie derzeit in Europa nach Angaben des Klimaforschers im Zuge des Klimawandels häufiger werden - und die Winter dennoch wärmer.

Polarwirbel schließt arktische Kaltluft ein

"Das kann man auch darauf zurückführen, dass der Polarwirbel instabil geworden ist", sagte der Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) der Deutschen Presse-Agentur.

Der Polarwirbel schließt die arktische Kaltluft ein - solange er sich nicht abschwächt oder gar umkehrt. "Dann kann die Kaltluft, die normalerweise in diesem Wirbel über dem Pol gefangen ist, auf Abwege geraten und auf die angrenzenden Kontinente wandern."

So kann es nach Angaben des Forschers passieren, dass es in Nordamerika oder Nordeuropa sehr kalt wird. "Dann wird es in der Arktis besonders warm. Die Kaltluft verlagert sich", erklärte Rahmstorf. "Ausnahmsweise reicht das auch mal bis nach Spanien oder in den USA bis nach Florida."

Die Welt wird also noch ein bisschen komplizierter. Zumindest Greta Thunberg bringt das nicht aus dem Konzept...

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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