Greta Thunberg meldet sich mit neuer bedrückender Nachricht

Stockholm (Schweden) - Die Corona-Krise hat vieles verändert. Mancherorts ist der CO2-Ausstoß merklich zurückgegangen. Doch Greta Thunberg (17) dürfte sich darüber kaum freuen. 

Klimawandel-Bekämpferin Greta Thunberg (17).
Klimawandel-Bekämpferin Greta Thunberg (17).  © Virginia Mayo/AP/dpa

Die 17-Jährige kämpft weiter mit allen Kräften gegen die globale Erwärmung und lässt auch in ihrem neuen Tweet vom Samstagmittag keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie aufgeben wird. 

Ganz im Gegenteil: Die Schwedin meldet sich mit einer neuen bedrückenden Nachricht, die insbesondere Deutschland den Spiegel vorhält. Denn am heutigen Samstag wird das neue Kohlekraftwerk "Datteln 4" im gleichnamigen Ort des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. 

Greta Thunberg zeigt sich in ihrem neuen Tweet daher bitter enttäuscht und schreibt: 

"Heute ist ein beschämender Tag für Europa, da wir ein brandneues Kohlekraftwerk eröffnen. Wir haben uns verpflichtet, den Weg zu ebnen, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden - und doch ist dies das Signal, das wir an den Rest der Welt senden?Wie könnt ihr es wirklich wagen?"

Ihre Wut teilen derweil zahlreiche Umweltaktivisten in Deutschland, die am Samstag gegen die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks protestierten. 

Greta Thunberg erhält Unterstützung von Luisa Neubauer

Greenpeace prangerte das Kraftwerk bereits mit dieser Aktion an.
Greenpeace prangerte das Kraftwerk bereits mit dieser Aktion an.  © Guido Kirchner/dpa
Samstag protestierten Umweltaktivisten vor Ort.
Samstag protestierten Umweltaktivisten vor Ort.  © Guido Kirchner/dpa

Unter ihnen auch Luisa Neubauer (24) von Fridays for Future, die sich wie folgt äußerte: "Es ist ein postfaktisches Kraftwerk, alle Fakten sprechen dagegen."

Die 24-Jährige sagte außerdem: "Wir richten beste Grüße an die offensichtlich inkompetente Regierung... Wir werden dieses Kraftwerk verhindern, wir werden es zum Stillstand bringen, wir werden diesen Konflikt gewinnen."

Neben Fridays for Future waren vor Ort zahlreiche weitere Umweltorganisationen, die gegen das neue Kohlekraftwerk protestierten, darunter Greenpeace, "Ende Gelände" und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Die Bundesregierung und die Landesregierung von NRW versuchten unterdessen die Wogen zu glätten. Sie betonten, dass im Gegenzug für Datteln 4 ältere Steinkohlekraftwerke abgeschaltet würden, wodurch man die zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen des neuen Kraftwerks kompensieren könne. 

Greta Thunberg dürften diese Ansichten nur noch wütender machen.

Titelfoto: Virginia Mayo/AP/dpa

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