Greta Thunberg und Greenpeace teilen erschütternde Bilder

Brasilien - Ist der brasilianische Regenwald irgendwann komplett vernichtet? Auf Twitter teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace erdrückende Bilder vom Ausmaß der Katastrophe und bekam dabei prominente Unterstützung.

Brasilien, Jaci Parana: Eine Luftaufnahme von Holzbrettern, die aus dem abgeholzten Amazonas-Regenwald stammen.
Brasilien, Jaci Parana: Eine Luftaufnahme von Holzbrettern, die aus dem abgeholzten Amazonas-Regenwald stammen.  © Eraldo Peres/AP/dpa

Die Follower von Klima-Aktivistin Greta Thunberg brachen in Entrüstung aus. "Wie kann Bolsonaro nur so etwas zulassen? Brasiliens Regierung tut nichts", hieß es unter anderem.

Auslöser waren eine Reihe neuer Aufnahmen, die das Ausmaß der Zerstörung durch Bergbau im Regenwald zeigen.

"Mehr als 70 Prozent des gesamten Bergbaus in Brasilien zwischen Januar und April 2020 fanden in Schutzgebieten statt, einschließlich indigener Gebiete", schrieb Greenpeace auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Um die Eingeborenen, die auch schon vor der Corona-Pandemie bedroht wurden, zu schützen, müsse die brasilianische Regierung endlich handeln, so Greenpeace.

Kein Wunder, dass Thunberg den Beitrag umgehend retweetete: Denn die Tropenwälder spielen beim Kampf gegen den Klimawandel eine enorm wichtige Rolle und sind darüber hinaus ein Garant für Artenvielfalt und Biodiversität.

In ihrem nächsten Tweet widmete sich Thunberg wieder mehr ihrem eigentlichen Kerngebiet und ging auf die Angst vor Veränderungen der britischen Regierung ein.

Kevin Anderson, einer der weltweit führenden Klimaforscher, hatte ein 196-seitiges Dokument mit ambitionierten Zielen zur Erfüllung des Pariser Klima-Abkommens vorgelegt, von dem sich einige britische Regierungsbeamte allerdings nicht begeistert zeigten.

Greta Thunberg kam Anderson kurzerhand zu Hilfe und schrieb auf Twitter: "Viele sagen, dass solch ein schneller und tiefgreifender Wandel unrealistisch sei - aber er ist immer noch viel realistischer als zu glauben, eine faire und fortschrittliche Gesellschaft könne mit drei, vier oder sogar fünf Grad Celsius Erwärmung überleben."

Titelfoto: Eraldo Peres/AP/dpa, Twitter Screenshot @GretaThunberg

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