Greta Thunberg will Impfstoff für ärmere Länder kaufen: So viel Geld nimmt sie dafür in die Hand

Genf (Schweiz) - Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg (18) will über ihre Stiftung 100.000 Euro spenden, damit mehr Corona-Impfstoffe für ärmere Länder gekauft werden können.

Greta Thunberg (18) spendet Geld, um Impfstoff für ärmere Länder zu beschaffen.
Greta Thunberg (18) spendet Geld, um Impfstoff für ärmere Länder zu beschaffen.  © Kay Nietfeld/dpa

Das Geld soll über die Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an die solidarische Impfinitiative Covax gehen, wie die 18-Jährige als Gast von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus an Montag bei einer Online-Pressekonferenz verkündete.

"Die Welt muss mehr gegen die Tragödie der ungleichen Impfstoffverteilung tun", sagte Thunberg. "Wie in der Klimakrise müssen wir denen zuerst helfen, die am stärksten gefährdet sind."

Nach WHO-Angaben hat in vielen reicheren Ländern schon jeder vierte Einwohner eine erste Impfdosis erhalten. In Ländern mit niedrigen Einkommen sei es erst jeder 500ste.

Auch der Twitter-Account der WHO machte auf die Kooperation mit Greta Thunberg aufmerksam und lobte das Engagement der jungen Schwedin.

Zugleich wurde ein zweites gemeinsames Projekt namens "Weltjungendmobilisierung" angekündigt.

Die WHO will damit jungen Menschen aus der Corona-Krise helfen, indem sie gemeinsam mit großen Jugendorganisationen wie etwa der Weltpfadfinderorganisation oder dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) einen Fonds für Initiativen auflegt, die von jungen Menschen in aller Welt selbst konzipiert werden.

Hunderte Millionen junger Menschen sind von der Corona-Pandemie direkt betroffen

Zunächst stehen für das Programm "Weltjungendmobilisierung" zwei Millionen Dollar (knapp 2,7 Millionen Euro) zur Verfügung. Ideen werden mit 500 bis 5000 Dollar gefördert. Die erfolgreichsten Ideen sollen mit mehr Geld gefördert und verbreitet werden.

Hunderte Millionen junger Leute sind laut WHO von der Corona-Pandemie betroffen. Nach der Auswertung von zahlreichen Umfragen aus aller Welt wird berichtet, dass 90 Prozent der jungen Menschen mehr psychische Angst erlebten. Mehr als eine Milliarde Schüler und Studenten seien von Schulschließungen betroffen. Jeder sechste junge Mensch hat seine Arbeit verloren.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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