Greta Thunberg zeigt Mitgefühl für Indien und Bangladesch

Indien/Bangladesch - Unzählige Menschen sind von den Überschwemmungen in Indien und Bangladesch betroffen - für Greta Thunberg sind diese eine direkte Folge der Klimakrise. Auf Instagram startete die 17-Jährige deshalb nun einen Hilfeaufruf.

Bangladesch: Einwohner überqueren mit Kindern und Säcken auf den Armen eine überflutete Straße, nachdem viele Dörfer im Distrikt Satkhira von der Flutwelle des Zyklons Amphan überflutet wurden.
Bangladesch: Einwohner überqueren mit Kindern und Säcken auf den Armen eine überflutete Straße, nachdem viele Dörfer im Distrikt Satkhira von der Flutwelle des Zyklons Amphan überflutet wurden.  © Zabed Hasnain Chowdhury/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

"Bitte helft den Millionen in Indien und Bangladesch. Die Menschen im globalen Süden leiden bereits jetzt unter den verheerenden Auswirkungen der Klimakrise", schreibt Greta Thunberg auf ihrem Instagram-Kanal.

Innerhalb von zwei Stunden steht ihr Posting bereits bei rund 100.000 Likes und mehr als 600 Kommentaren.

Mit über 6,8 Millionen Betroffenen allein in Indien seien die jüngsten Überschwemmungen häufiger und intensiver als je zuvor und daher eine deutliche Folge des Klimawandels, so die junge Aktivistin aus Schweden.

Neben der Corona-Pandemie und den durch Zyklon Amphan verursachten Schäden sehen sich Indien und Bangladesch derzeit tatsächlich mit weiteren Überschwemmungen konfrontiert.

"Im März zerstörte Amphan in beiden Ländern Ernten, Infrastruktur und mehr als 260.000 Häuser, während der Covid-19-Lockdown dazu beigetragen hat, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung Bangladeschs unter die Armutsgrenze gefallen ist", so die international bekannte Klima-Ikone.

Zugleich verspricht die 17-Jährige, auch selbst etwas zur Hilfe beizutragen: "Meine Stiftung wird daher 100.000 Euro (aus dem Preisgeld der Gulbenkian-Stiftung) an folgende lokale NGOs spenden, die unermüdlich arbeiten und dringend Mittel für die Fluthilfe in Indien und Bangladesch benötigen - BRAC, Goonj, Action Aid India und Action Aid Bangladesh."

Laut Thunberg würden internationale Medien die Verwüstungen und Umweltschäden in den beiden Ländern weitgehend ignorieren. "Daher müssen wir alles tun, um die Leidenden vor Ort, die dringend Ressourcen benötigen, direkt zu unterstützen."

"Ich bin unglaublich privilegiert, in der Lage zu sein, solche Geldsummen über meine Stiftung zu spenden, und wir unterstützen diese Organisationen dabei, sicherzustellen, dass sie die von den Überschwemmungen betroffenen Gebiete so schnell wie möglich erreichen", verspricht Greta Thunberg.

Titelfoto: Zabed Hasnain Chowdhury/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa, Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

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