Nach Tod von George Floyd: Greta Thunberg hat diese Botschaft an alle

Stockholm (Schweden) - Greta Thunberg (17) beschränkt sich nicht mehr nur auf ihr Kernthema, den Klimawandel. Die Schwedin hat sich jetzt zu dem Tod von George Floyd geäußert, der am Montag in Minneapolis bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet wurde (TAG24 berichtete).  

Greta Thunberg (17) will offenbar mehr erreichen, als den Klimawandel aufzuhalten.
Greta Thunberg (17) will offenbar mehr erreichen, als den Klimawandel aufzuhalten.  © Virginia Mayo/AP/dpa

Die 17-Jährige schrieb am Samstagabend auf Twitter: 

"Es ist verheerend zu sehen, wie die Entwicklung in den USA vonstattengeht. Jahrhunderte von strukturellem und systematischem Rassismus und sozialer Ungerechtigkeit werden nicht von alleine verschwinden. Wir brauchen einen globalen Strukturwandel. Die Ungerechtigkeiten müssen ein Ende haben."

Zusätzlich versah Thunberg ihren Tweet mit dem Hashtag #BlackLivesMatter und fügte ein Foto von George Floyd ein. In dem Foto sind Worte des 46-Jährigen zu sehen, die er kurz vor seinem Tod sagte: "Bitte, ich kann nicht atmen. Mein Bauch schmerzt. Mein Nacken schmerzt. Alles tut weh. Die bringen mich um."

Schon in den vergangenen Tagen retweetete Thunberg immer wieder Nachrichten zu dem Fall, wie zum Beispiel einen Report über den Angriff von Polizisten auf ein Nachrichten-Team von "CNN". Mittlerweile ist die Lage in Minneapolis komplett außer Kontrolle (TAG24 berichtete). 

Doch nicht nur dort, sondern auch an vielen anderen Orten der Welt wird gegen den Rassismus in den USA protestiert, so auch in Berlin. Am Sonntag gingen die Menschen dort in Kreuzberg auf die Straße, um ein Zeichen zu setzen. 

Präsident Trump gießt Öl ins Feuer

Demonstranten protestieren in Kreuzberg nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt.
Demonstranten protestieren in Kreuzberg nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Präsident Trump (73) goss hingegen weiteres Öl ins Feuer und sagte am Samstag zu den gewaltsamen Ausschreitungen in den USA: "Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt."

Und weiter: "Linksradikalen Kriminellen, Verbrechern und anderen in unserem Land und auf der Welt wird nicht erlaubt werden, unsere Gemeinden in Brand zu stecken."

Für Greta Thunberg dürften diese Worte Teil des Problems sein. 

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Virginia Mayo/AP/dpa

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