Günther Jauch und 101 weitere Promis unterschreiben Offenen Brief

Köln – In einem Offenen Brief haben sich 102 Prominente für den Erhalt der beiden Geschichtssendungen "Stichtag" und "Zeitzeichen" im Radioprogramm des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ausgesprochen. 

Günther Jauch (64) hat mir 101 weiteren Prominenten Unterstützern einen Offenen Brief an WDR-Verantwortliche unterschrieben.
Günther Jauch (64) hat mir 101 weiteren Prominenten Unterstützern einen Offenen Brief an WDR-Verantwortliche unterschrieben.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Das Schreiben, ist unter anderem unterzeichnet von Fernsehmoderator Günther Jauch (64), Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (77) und der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (69, FDP).

Es richtet sich an Intendant Tom Buhrow und Hörfunkdirektorin Valerie Weber und wurde im Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht.

Seit einem halben Jahrhundert sei das "Zeitzeichen" ein Aushängeschild des WDR, seit 23 Jahren auch der "Stichtag", schreiben die Unterzeichner aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Medien. Doch nun solle der "Stichtag" abgeschafft werden, wodurch auch das längere Format "Zeitzeichen" in Gefahr komme.

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Der WDR bestritt, die historischen Formate schwächen zu wollen. Der Sender werde auch in Zukunft das traditionsreiche und lange Geschichtsformat "Zeitzeichen" weiterführen und gleichzeitig im Rahmen einer ARD-Kooperation ein kurzes historisches Kalenderblatt erhalten.

Der WDR muss sparen und plant Umstrukturierung

Die Promis richten sich mit einer klaren Forderung an den WDR: Die Geschichtsformate "Zeitzeichen" und "Stichtag" sollen erhalten bleiben.
Die Promis richten sich mit einer klaren Forderung an den WDR: Die Geschichtsformate "Zeitzeichen" und "Stichtag" sollen erhalten bleiben.  © Oliver Berg/dpa

Hintergrund der Umstrukturierung: Vor einigen Monaten habe der NDR den WDR darüber informiert, dass er sich wegen dringend notwendiger Sparmaßnahmen im kommenden Jahr aus einigen Kooperationen zurückziehen werde.

Dazu gehöre auch die Co-Finanzierung des "Zeitzeichens". Um die Finanzierung weiterhin zu ermöglichen, müsse der WDR an anderen Stellen sparen und umstrukturieren.

Der "Stichtag" und andere Programmänderungen bei WDR 2 und WDR 5 sind derzeit in Beratung beim zuständigen Programmausschuss des WDR-Rundfunkrats. Eine Entscheidung des Rundfunkrats in dieser Sache steht aber bei seiner nächsten Sitzung am 9. Oktober noch nicht an, wie die Tagesordnung zeigt.

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Die Unterzeichner des Offenen Briefs erkennen an, dass sich der WDR zum Erhalt des "Zeitzeichens" bekannt habe. "Das freut uns. Aber wer sich zu etwas bekennt, sollte es auch angemessen bezahlen. Und das 'Zeitzeichen' steht finanziell auf schwachen Beinen."

Titelfoto: Montage: Oliver Berg/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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