Nach Insta-Post: Til Schweiger entschuldigt sich bei Drosten und Lauterbach

Hamburg – Nachdem Til Schweiger (56) am Mittwoch mit einem weiteren Post im Zusammenhang mit dem Coronavirus für Entsetzen gesorgt hatte, ist der Schauspieler nun einen entscheidenden Schritt zurückgerudert.

Til Schweiger entschuldigt sich für seinen Post.
Til Schweiger entschuldigt sich für seinen Post.  © Britta Pedersen/ZB/dpa

Am Mittwoch löschte der 56-Jährige seinen Post auf Instagram, den er laut eigener Aussage zuvor in "einer emotionalen Überreaktion" abgesetzt habe - es folgte stattdessen eine Entschuldigung an den Virologen Christian Drosten (48) und SPD-Politiker Karl Lauterbach (57).

"Mein Post war nicht nur unbedacht, sondern völlig unangebracht und vor allem überflüssig", schrieb er seinen Followern in dem sozialen Netzwerk.

Er habe nicht den Eindruck vermittelt wollen, Morddrohungen gegen Personen in der Öffentlichkeit zu relativieren. "Dies war nicht meine Absicht", so der Schauspieler

Und weiter: "Mein Fehler ist aber leider nicht so leicht zu entschuldigen, trotzdem möchte ich auf diesem Wege Herrn Prof. Lauterbach und Herrn Prof. Dr. Drosten mitteilen, dass ich meinen Fehler aus ganzem Herzen bereue."

Bei den Followern kommt die öffentliche Entschuldigung gut an: "Wie toll wäre unsere Welt, könnten doch alle so gut selbst reflektieren", schreibt eine Userin. Eine andere pflichtet bei: "Fehler einzugestehen zeigt wahre Größe und wer keine Fehler macht - macht auch sonst nichts."

Til Schweiger: "Heult jetzt nicht rum"

Hintergrund des umstrittenen Postings von Til Schweiger waren Morddrohungen, die Drosten und Lauterbach zuvor öffentlich gemacht hatten.

Lauterbach veröffentlichte zuletzt das Bild eines Päckchens, in dem er eine Kunststoff-Ampulle mit der Aufschrift "2019-nCoV POSITIV" - dazu den Zettel mit den Worten "trink das - dann wirst du immun" vorfand. Drosten teilte daraufhin via Twitter mit, dass er dasselbe Paket bekommen habe.

Während viele User geschockt auf die Morddrohungen reagierten und ihre Solidarität äußerten, wetterte Schweiger drauf los.

"Herr Drosten und Herr Lauterbach, take a Chill-Pill!", mischte sich der Schauspieler ein und berichtete von mehreren Morddrohungen gegen sich selbst in der Vergangenheit. "Also heult jetzt nicht rum - habe ich auch nicht getan!", forderte er den Virologen sowie den Gesundheitswissenschaftler auf.

Auch wenn Schweiger den Beitrag kurz darauf löschte, verbreiteten sich die Nachricht durch Screenshots in den sozialen Netzwerken.

Titelfoto: Britta Pedersen/ZB/dpa

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