Carolin Kebekus: Ihren runden Geburtstag hat sie sich anders vorgestellt

Köln - Carolin Kebekus hatte sich ihre Geburtstagsfeier am Samstag (9. Mai) anders vorgestellt.

Die Komikerin Carolin Kebekus freut sich beim "Deutschen Comedypreises 2019" über ihre Auszeichnung.
Die Komikerin Carolin Kebekus freut sich beim "Deutschen Comedypreises 2019" über ihre Auszeichnung.  © Henning Kaiser/dpa

"Wir werden uns dieses Jahr leider nur per Videochat zuprosten können", sagt die Kölner Komikerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Wenn der Corona-Spuk vorbei ist, will sie alles nachholen. Immerhin ist es ihr 40. Irgendwelche Probleme mit der runden Zahl? "Überhaupt nicht!", beteuert sie.

Kebekus ist für ihre derben Sprüche bekannt. Kleine Frau mit großer Klappe - das ist ein bisschen der Markenkern. 

Richtig bekannt wurde Carolin Kebekus, als der Westdeutsche Rundfunk 2013 eine Kirchensatire von ihr aus dem Programm nahm. Zeitweise ermittelte sogar die Staatsanwaltschaft aufgrund von Anzeigen erzürnter Katholiken.

Spätestens seit 2014, als sie erstmals den Deutschen Comedypreis moderierte, war sie dann ganz oben angekommen. 

Ihr Erfolgsrezept: "Ich bin sehr ehrgeizig und sehr fleißig gewesen. Ich nehme meinen Beruf und meine Verantwortung ernst und will einfach gute Kunst machen. Aber Glück gehört natürlich auch immer dazu, logisch."

Carolin Kebekus verrät ihre Vorbilder

Comedian Carolin Kebekus gestikuliert bei verschiedenen Auftritten und Interviews.
Comedian Carolin Kebekus gestikuliert bei verschiedenen Auftritten und Interviews.  © Kaiser/Kirchner/Berg/dpa

Carolin Kebekus, geboren in der Heidi-Klum-Stadt Bergisch Gladbach, aufgewachsen im Kölner Osten, hat schon als Kind die ganze Familie unterhalten.

"Ich hab Klavierkonzerte mit aufgebauten Stuhlreihen gegeben, obwohl ich keinen Ton spielen konnte, hab mit meinen Freunden ein Zirkusprogramm erfunden und stundenlang Ballett aufgeführt."

In der Schule dagegen war sie eher schüchtern. "Erst in der Pubertät wurde ich etwas lauter und mehr der typische Clown."

Anschließend ging's dann praktisch sofort ins komische Fach. Bei Wikipedia steht, sie habe mit 19 ein Praktikum bei der RTL-Comedysendung "Freitag Nacht News" gemacht und sei dort umgehend von Hugo Egon Balder ("Tutti Frutti") aufgefordert worden, Schauspielunterricht zu nehmen. 

Stimmt das wirklich? "Ja, so ungefähr. Wir hatten auch noch einen tollen Redaktionsleiter, der hat mir zum Schauspiel geraten. Und jede Menge blutjunge Autoren, die heute allesamt sehr gut im Geschäft sind. Wir haben sozusagen gemeinsam gelernt."

Ihre Vorbilder sind Gaby Köster, Gerburg Jahnke, Anke Engelke, Annette Frier, Martina Hill... eine endlose Liste von Promis, sagt sie. Zurzeit arbeitet sie an der "Carolin Kebekus Show", die am 21. Mai in der ARD startet. "Ich würde sie als Mischung aus Late Night- und Comedy-Show bezeichnen." Trotz Corona soll's wie geplant losgehen.

Anke Engelke hat kürzlich mal gesagt, Kebekus sei genau wie sie ein "Kölsches Mädsche": "Wir gehören zum Stadtinventar." Tatsächlich kann sich Kebekus nicht vorstellen, je aus ihrer Heimatstadt wegzuziehen. 

Dabei kennt sie die Verlockungen Berlins, weil viele ihrer Freunde da studiert haben. "Wir hatten unglaubliche Wochenenden dort, als wir sie besuchten. Später hab ich dann sehr oft dort im "Quatsch Comedy Club" gespielt, ich finde Berlin ist 'ne Super-Stadt. Aber nicht für mich zum Wohnen."

In gewisser Weise ist sie das personifizierte Köln: nicht unbedingt geschmackssicher, aber offen und authentisch - und immer ein Garant für gute Stimmung.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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