Seine Gebäude kennt jeder! Star-Architekt Helmut Jahn stirbt bei schwerem Unfall

Nürnberg/Chicago (USA) - Dutzende Hochhäuser und Flughafen-Terminals weltweit tragen seine unverkennbare Handschrift: Der in Nürnberg im Freistaat Bayern geborene und seit Jahrzehnten in den USA lebende Helmut Jahn gehört zu den erfolgreichsten deutschen Architekten. Am Samstag ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.

Der bekannte Star-Architekt Helmut Jahn (†81) ist bei einem Unfall mit seinem Fahrrad in den USA ums Leben gekommen. (Archivbild)
Der bekannte Star-Architekt Helmut Jahn (†81) ist bei einem Unfall mit seinem Fahrrad in den USA ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Der Planer von bekannten Bauwerken wie dem Sony Center in Berlin und dem Messeturm in Frankfurt am Main starb bei einem Unfall mit seinem Fahrrad in Campton Hills, einem rund 50 Kilometer westlich vom Stadtzentrum gelegenen Vorort Chicagos im US-Bundesstaat Illinois.

Jahn habe an einem Stoppschild nicht gehalten und sei mit zwei Autos zusammengestoßen, bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Fahrerin sei mit nicht-lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen, die Insassen des zweiten Wagens seien unverletzt geblieben. Für Jahn selbst kam jede Hilfe zu spät.

Der 1940 in Nürnberg geborene Jahn wurde mit kühnen Hochhäusern und Bürotürmen berühmt, inspiriert von Bauhaus-Legende Mies van der Rohe.

Jahn war im Jahr 1967 Assistent von Gene Summers und Mitarbeiter des Chicagoer Architekturbüros C. F. Murphy Associates geworden, bei dem er Jahre später 1982 sogar zum Präsidenten aufstieg.

Murphy hatte gemeinsam mit van der Rohe beispielsweise das Federal Center in Chicago geplant.

Star-Architekt Helmut Jahn war neben seiner Arbeit begeisterter und erfolgreicher Segler

Jahn gestaltete in den USA unter anderem das heute wegen vieler Reparaturarbeiten kritisierte Thompson Center in Chicago.

In Deutschland zählen der Post-Tower in Bonn, die Bayer-Konzernzentrale in Leverkusen und zudem auch der Skyline-Tower in München zu seinen bekannteren Arbeiten. Er gestaltete weltweit mehrere Flughäfen, darunter etwa Terminals in Bangkok, Chicago und darüber hinaus ebenso den Flughafen Köln/Bonn. Zuletzt war er unter anderem im Emirat Katar tätig.

Jahn war seit 1970 mit einer Innenarchitektin verheiratet und wurde 1978 Vater von Sohn Evan. Dieser zählte auch zu einem Segel-Team, mit dem Jahn mehrere Regatten gewann, darunter 2012 den WM-Titel in der Bootsklasse Farr 40.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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