Ina Aogo zu Lehmanns Rassismus-Eklat: "Ich schäme mich, dass ich Deutsche bin"

Berlin - Ina Aogo (32) ist fassungslos über die rassistische Nachricht von Ex-National-Torwart Jens Lehmann (51) an ihren Ehemann Dennis Aogo (34) und macht ihrem Ärger Luft.

Ina Aogo verurteilt den rassistischen Eklat um ihren Mann. Dennis Aogo erhielt von Jens Lehmann eine Nachricht, in der er ihn als "Quotenschwarzen" bezeichnete.
Ina Aogo verurteilt den rassistischen Eklat um ihren Mann. Dennis Aogo erhielt von Jens Lehmann eine Nachricht, in der er ihn als "Quotenschwarzen" bezeichnete.  © Screenshot: Instagram.com/inaaogo (Fotomontage)

"Guten Vormittag, wie Dennis sagen würde", steigt Ina Aogo in ihre Instagram-Story ein. Sie habe viele Nachrichten zu der Sache bekommen und sich entschieden, auch etwas dazu zu sagen.

Doch von Anfang an: Was war geschehen? Dennis Aogo postete eine WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann, in der steht: "Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?" und fragte Lehmann: "Wow dein Ernst?". Vermutlich hat Lehmann die Nachricht an den falschen adressiert.

Aogo war zu dem Zeitpunkt gerade für das Champions-League-Halbfinale zwischen Manchester City und Paris St. Germain (2:0) als Sky-Experte im Einsatz.

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Über Twitter entschuldigte sich Lehmann: "In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe. Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote."

Ina Aogo erklärt: "Das war einfach ein absoluter Fehler und das ist auch nicht wieder gut zu reden."

Ina Aogo wolle keine Hetzjagd

Sie sei über den Vorfall fassungslos und ergänzt: "Dieses Land macht mir Angst." Die Frau des ehemaligen Fußballspielers, der auch für den VfB Stuttgart kickte, habe auch ein Video gesehen, bei dem ein Jugendlicher von einem Mann getreten wurde, weil er Ausländer sei.

"Da habe ich Gänsehaut bekommen und jetzt gestern meinen Mann zu sehen", sagt sie betroffen und ergänzt: "Ich war auch so enttäuscht, so menschlich enttäuscht von dieser Person. Das tat mir einfach sehr leid".

Das verletze einen und das könne man vielleicht nicht nachempfinden, wenn man selbst Deutscher ist. "Ich schäme mich manchmal richtig, dass ich Deutsche bin", erklärt Ina, wenn sie sehe, wie andere Deutsche mit Ausländern umgehen.

Die Influencerin wolle keine "Hetzjagd" im Internet oder der Presse. Sie würde nicht wollen, dass andere nun beleidigend werden. Denn das bringe ja auch nichts. Dafür hat sie einen anderen Vorschlag:

"Wir sollten einfach versuchen, alle besser miteinander umgehen" und appelliert an Eltern und Lehrer für eine bessere Aufklärung.

Titelfoto: Screenshot: Instagram.com/inaaogo (Fotomontage)

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