Influencerin wegen ihres Berufs gemobbt? Das hat Comedian Oliver Pocher damit zu tun

Darmstadt - Eine Sache, die für Influencerin Leonie Paula (23) gar nicht geht: Mobbing. Die Studentin äußerte sich bereits mehrfach zu dem Thema auf ihrem Instagram-Kanal und kritisierte unter anderem Comedian Oliver Pocher (42), der seit Beginn der Corana-Pandemie immer wieder Influencer auf die Schippe nimmt und öffentlich ankreidet.

Die Influencerin spricht sich auf ihrem Instagram-Kanal immer wieder gegen Mobbing aus.
Die Influencerin spricht sich auf ihrem Instagram-Kanal immer wieder gegen Mobbing aus.  © Henning Kaiser/dpa, Instagram/Leonie Paula

Nun sah sich die Darmstädterin auch persönlich mit dem Thema Mobbing konfrontiert. Auslöser war dabei eine Internet-Störung. So rief sie bei ihrem Anbieter an und schilderte die Situation. 

"Dazu habe ich gesagt, dass ich Influencerin bin und das Internet zum Arbeiten brauche und mein Mann auch im Home Office ist und er das Internet zum Arbeiten braucht. Ich habe das einfach dazu gesagt, damit die Person weiß, dass wir es beide für unsern Job brauchen. Das war auch überhaupt nicht überheblich oder sonst was. Ich habe es ganz normal gesagt", berichtet Leonie in ihrer Instagram-Story.

Doch wie der Kundendienstmitarbeiter darauf reagierte, hätte die Blondine niemals gerechnet. So erzählt sie weiter, dass der Mann am Telefon tatsächlich zu ihr sagte, sie solle das nächste Mal besser nicht erzählen, dass sie Influencerin sei. 

So gäbe es unter seinen Kollegen viele Oliver-Pocher-Fans, die sich ansonsten darüber lustig machen würden. Dazu würde durch diese Information das Ganze nicht beschleunigt werden.

Leonie zeigt sich geschockt von der Aussage des Service-Mitarbeiters

Leonie zweifelt Oliver Pochers Methode, Missstände aufzudecken, an.
Leonie zweifelt Oliver Pochers Methode, Missstände aufzudecken, an.  © Instagram/Leonie Paula

"Ich war dann voll perplex und dachte dann 'Wow'. Das sollte doch dadurch nicht beschleunigt werden, sondern ich habe es nur gesagt, damit er weiß, dass ich es brauche." Die Schuld für diese Feindseligkeit von wildfremden Menschen schreibt sie vor allem einer Person zu: "Oliver Pocher hat es jetzt geschafft, dass man im echten Leben auch gemobbt wird. Geil!", so Leonie überzeugt.

Natürlich hätte der Comedian auch teilweise Recht und es gäbe auch Influencer, die Lügen oder falsche Informationen verbreiten würden. "Aber das gibt es in jedem Job. Und es gibt einen Unterschied, zwischen Sachen aufklären und eine Mobbing-Welle starten", erklärt die Darmstädterin weiter.

So hätte man die entsprechenden Personen anders belehren können, als öffentlich hetzen zu müssen. "Schon gar nicht gegen alle. Denn es kann nicht jeder Influencer was dafür, wenn ein paar Leute Sachen machen, die nicht ok sind."

Durch die Art und Weise, wie Leonie von dem Kundenservice des Internetanbieters abgefertigt worden ist, fühlt sie sich diskriminiert. "Ist doch egal, ob ich Bäcker, Influencer, Banker, Fliesenleger oder sonst was bin. Ich muss behandelt werden wie jeder andere Kunde auch, fertig", empört sie sich weiter.

Mobbing an der Tagesordnung?

"Soll ich mich mich für meinen Job schämen oder was? Weil Oliver Pocher angefangen hat, sich über ein paar Influencer lustig zu machen?"

Am schlimmsten fände sie aber, dass Mobbing immer wieder zum Vorschein kommt. "Dass die Leute ich immer wieder dran aufgeilen, nur weil eine Person mit ein bisschen Reichweite anfängt, sich über jemanden lustig zu machen. Das dann andere immer auf den Zug aufspringen und mitlachen."

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa, Instagram/Leonie Paula

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