Iris Berben gibt ehrlichen Einblick: "Ich finde es überhaupt nicht schön"

Berlin - Für eine Diva ist das Thema kein Pappenstiel: Schauspielerin Iris Berben (75) hadert nach eigenem Bekunden mit dem Älterwerden.

Iris Berben (75) kam im Mai zu den Filmfestspielen von Cannes.  © Manuele Mangiarotti/IPA via ZUMA Press/dpa

"Ich finde es überhaupt nicht schön. Und ich wehre mich auch dagegen, dass man das verherrlicht", offenbarte Berben im Interview mit dem Magazin "Bunte" am Rande der Filmfestspiele in Cannes.

Weiter ließ sie tief in ihr Seelenleben blicken. "Ich empfinde es eher als schwer. Es macht manchmal auch wehmütig."

Berben, die seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen zählt, räumte dabei ein, dass sie sich den Umgang mit dem Alter leichter vorgestellt habe. "Ich dachte, ich wäre souveräner", erzählte sie weiter.

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Darüber hinaus merkte Berben an: "Manchmal bin ich es, aber oft bin ich es auch nicht. Man merkt, es wird langsamer, es wird mühsamer, man holt öfter tief Luft."

Zugleich plädierte die rebellische und unangepasste Schauspielerin dafür, sich Neugier und Lebensfreude zu bewahren.

"Wenn man 75 ist, dann ist es wichtig, dass man versucht, seine Kraft zu erhalten, dass man wach ist und neugierig bleibt", erklärte die gebürtige Detmolderin.

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Iris Berben warnt vor gesellschaftlichem Jugendwahn

Die Schauspielerin wird diesen August 76 Jahre alt.  © Christophe Gateau/dpa

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Berben zu Vergänglichkeit, Lebenszeit und gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen äußert. Bereits 2023 berichtete die 75-Jährige dem Magazin "Bunte", sie wünsche sich, "es würde noch ein paar hundert Jahre bei mir weitergehen, weil ich Lust habe zu leben".

Gleichzeitig warnte sie mehrfach vor Jugendwahn und den Schönheitsidealen sozialer Medien.

Ihre Aussagen verwundern nicht. Die Diva, die im August Geburtstag feiert, verbrachte rund 60 ihrer 75 Jahre im Licht der Öffentlichkeit. Sie könne aber auch gut ohne Aufmerksamkeit leben.

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Vergangenes Jahr erzählte Berben der "Bild"-Zeitung anlässlich ihres 75. Geburtstages, dass der Tod sie wütend mache: "Mir persönlich wäre es lieber, mir statt ewiger Jugend insgesamt mehr Lebenszeit kaufen zu können."

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