Issey Miyake (†84): Revolutionärer japanischer Designer gestorben

Tokio - Die Modewelt trauert: Der revolutionäre japanische Modeschöpfer Issey Miyake, berühmt für seine innovativen Stile und Parfüms, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Der in Hiroshima geborene Designer erlag einer Leberkrebs-Erkrankung, wie sein Büro am Dienstag bekannt gab.

Designer Issey Miyake ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
Designer Issey Miyake ist im Alter von 84 Jahren gestorben.  © dpa/Franck Robichon

Seit den 70er-Jahren verfolgte Miyake das Konzept, Kleidung aus einem einzigen Stück Stoff herzustellen. Der Japaner, der auch das Design für die schwarzen Rollkragenpullis von Apple-Gründer Steve Jobs entwarf, baute in seiner langen Karriere eine globale Marke auf. Dazu gehören Modekollektionen für Damen und Herren, Taschen, Uhren und Parfüms.

Miyake wurde am 22. April 1938 in Hiroshima geboren. Er war gerade einmal sieben Jahre alt, als sich die Stadt durch eine Atombombe der USA in ein Inferno verwandelte. Als Erwachsener sprach er nicht gern darüber. Er wolle nicht "der Designer, der die Atombombe überlebte" genannt werden, schrieb Miyake 2009 in der "New York Times".

Während seiner langen Karriere arbeitete er mit traditionellen und modernen Modetechniken. In den 1980er-Jahren wurde er als einer der revolutionärsten Designer der Welt gefeiert. Miyake, der ein großer Fan von Madeleine Vionnets (1876-1975) war - einst unangefochtene Meisterin der Schnittkunst - arbeitete auch mit Kunststoff, Metall und sogar Papier.

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Miyake entwickelte dabei eine neue Art, Stoff zu falten, indem er ihn in einer Heißpresse zwischen Papierschichten wickelte. Das Ergebnis war, dass die Kleidungsstücke ihre Form behielten. Diese Methode führte zur Entwicklung seiner Aufsehen erregenden, charakteristischen Linie "Pleats Please" (Plissee bitte).

Models präsentieren ein Kleid aus der Kollektion "Pleats Please" als Teil der Issey Miyake Herbst-Winter-Kollektion 1995.
Models präsentieren ein Kleid aus der Kollektion "Pleats Please" als Teil der Issey Miyake Herbst-Winter-Kollektion 1995.  © dpa/Patrick Kovarik

Für seine ebenfalls berühmte A-POC-Linie (A Piece of Clothing) nutzte er eine Webmaschine, die Outfits aus einem Stück Stoff herstellte.

Titelfoto: dpa/Franck Robichon

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