Jan Böhmermann bringt Klatschmagazin raus: Dahinter steckt ein genialer Coup

Köln – Jan Böhmermann (40) macht jetzt Klatschpresse! Der Satiriker bringt mit seiner Sendung "ZDF Magazin Royale" das sogenannte "Freizeit Magazin Royale" heraus - dahinter verbirgt sich ein genialer Coup.

Jan Böhmermann (40) veröffentlicht sein eigenes Klatschmagazin. Die erste Ausgabe stellte er in seiner Sendung "ZDF Magazin Royale" vor.
Jan Böhmermann (40) veröffentlicht sein eigenes Klatschmagazin. Die erste Ausgabe stellte er in seiner Sendung "ZDF Magazin Royale" vor.  © Sven Hoppe/dpa

Bereits am heutigen Samstag liegt die erste Ausgabe des Regenbogenblattes an deutschen Kiosken aus. Die Auflage ist auf 500.000 Exemplare beschränkt, wie Böhmermann ganz aufgekratzt in seiner Late-Night-Show verriet.

"Das ist kein Witz!", stellte der 40-Jährige klar. Dabei gibt es jedoch eine ganz entscheidende Besonderheit.

"Das allerbeste: Hier drin stehen keine Geschichten über Prinz Harry oder Michael Schumacher oder Helene Fischer drin, sondern ausschließlich Qualitätstragödien, Schocknachrichten und Horror-Diagnosen über die Macherinnen und Macher von Bauer, Burda, Funke, Klambt oder Alles Gute."

Anstatt also über Promi-Skandale zu berichten, verspricht Böhmermann Lesern "32 kunterbunte und juristisch hoch problematische Seiten" über Strippenzieher der Regenbogenpresse.

Dabei handelt es sich um einen gewieften Plan, mit dem der Satiriker andere Klatschverleger quasi mit ihren eigenen Mitteln schlagen will.

Jan Böhmermann stellt das "Freizeit Magazin Royale" bei Twitter und Instagram vor

Jan Böhmermann schlägt Klatschmagazin-Macher mit ihren eigenen Mitteln

Verleger Hubert Burda ist der Cover-Boy der allerersten "Freizeit Magazin Royale"-Ausgabe.
Verleger Hubert Burda ist der Cover-Boy der allerersten "Freizeit Magazin Royale"-Ausgabe.  © Twitter/Jan Böhmermann

In seiner Sendung vom 16. April ging es um "Die Lügen der Klatschpresse - Der schmutzige Stiefbruder des Qualitätsjournalismus". Im Fokus standen Regenbogen-Zeitschriften wie etwa die "Freizeit Revue", das "Neue Blatt" oder die "Freizeitwoche".

Anhand einzelner Schlagzeilen erklärte Böhmermann deren dreckiges Geschäftsmodell. So würden die unwichtigsten Tatsachen als maximale Sensationen verkauft. Ein Beispiel: "Prinz William - Wird er seine Lieben nie wieder sehen?" Die Quintessenz: Der britische Royal muss ab und an eine Brille tragen.

In vielen Fällen würde bei solchen "Nachrichten" sogar die Grenze zur Lüge überschritten, klagt Böhmermann an. Ein mutmaßliches Exklusiv-Interview mit Hollywood-Star Sandra Bullock (56) soll etwa komplett erfunden gewesen sein.

Wie skrupellos Klatschreporter bei ihrer Story-Jagd vorgehen, hatten unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017) oder Rennfahrer Michael Schumacher (52) am eigenen Leib erfahren müssen.

Jetzt dreht Böhmermann den Spieß um und lässt die Klatschpresse-Macher am eigenen Leib erleben, wie es sich anfühlt, Opfer von Halb-Wahrheiten und Falschmeldungen zu werden. "Verleger-König Hubert Burda: Wie er mit Intrigen, Inzucht und Inkontinenz Millionen machte", lautet die Cover-Story der ersten "Freizeit Magazin Royale".

Welche Strippenzieher der Yellow-Press noch ihr Fett weg kriegen, gibt es bereits jetzt im Zeitschriftenhandel für den bescheidenen Preis von 99 Cent nachzulesen. Die aktuelle "ZDF Magazin Royale"-Folge steht zum Streamen in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.

Titelfoto: Montage: Twitter/Jan Böhmermann, Sven Hoppe/dpa

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