Jan Böhmermann nackt bei Telegram!

Köln - Satiriker Jan Böhmermann (39) hat in einem kurzen Video auf seinem neuen Telegram-Kanal dafür geworben, ihm beim umstrittenen Messengerdienst zu folgen.

Satiriker Jan Böhmermann (39) reckt den Zeigefinger in die Höhe - mal wieder...
Satiriker Jan Böhmermann (39) reckt den Zeigefinger in die Höhe - mal wieder...  © Matthias Balk/dpa

In der Nacht zu Dienstag veröffentlichte der Entertainer den Clip, in dem er nackt in einem Zimmer steht und erklärt: "Ich habe mich dafür entschieden, endlich meine Maske fallenzulassen der vergangenen Jahre und euch die Informationen zukommen zu lassen, die ihr begreifen müsst."

Damit spielte er offensichtlich auf Verschwörungstheoretiker an, die zuletzt immer wieder bei Telegram gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Stellung bezogen hatten.

Der Messengerdienst Telegram wird von den Gründern des russischen sozialen Netzwerks Vk.com als Non-Profit-Unternehmen betrieben und entzieht sich weitgehend dem Zugriff von Strafverfolgungsbehörden und anderen staatlichen Stellen.

Das macht den Dienst zum einen für Menschenrechtler, Whistleblower und Journalisten interessant. 

Telegram ist gleichzeitig aber auch ein Zufluchtsort für Menschen, die Verschwörungserzählungen verbreiten, gesetzeswidrige Aktionen besprechen oder Beleidigungen aussprechen.

Jan Böhmermann startet neue Show

Am Freitag ist Jan Böhmermann wieder auf Sendung.
Am Freitag ist Jan Böhmermann wieder auf Sendung.  © ZDF/Jens Koch

Der Böhmermann-Clip war wenige Minuten nach der Veröffentlichung wieder verschwunden. Der Satiriker bat seine Follower am Dienstag, ihm eventuell abgespeicherte Sicherungskopien zu schicken.

Die jüngsten Aktivitäten Böhmermanns auf Telegram dürften eine PR-Aktion für seine neue Show "ZDF Magazin Royale" sein, die am Freitagabend im ZDF startet. 

Seine Kanäle auf Twitter und Instagram sind mittlerweile deaktiviert. 

Nach Angaben Böhmermanns wurden sie gelöscht: "Sie wollen mich zum Schweigen bringen", sagte Böhmermann ironisch. Seine erste Sendung könne seine letzte sein, fügte er hinzu.

Titelfoto: ZDF/Jens Koch

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