Jasmin Herren schneidet sich die Haare für Frauen im Iran ab - aber nur ein bisschen

Köln - Im Iran sterben Frauen durch Polizeigewalt, werden von "Sittenwächtern" geschlagen und misshandelt. Eine große Protestwelle im Land hat sich erhoben, doch der Staat greift hart durch. Dutzende Menschen starben bei den Protesten.

Mit der Schere wollte Jasmin Herren (43) ein Zeichen setzen.
Mit der Schere wollte Jasmin Herren (43) ein Zeichen setzen.  © Instagram/Jasmin Herren

Jasmin Herren (43) hat jetzt ein halbherziges Zeichen für die schwere Lage der Frauen im Iran gesetzt. Sie schnitt sich ein paar Zentimeter ihrer Haare ab.

Bei Instagram zeigte sie die Aktion. Darauf war zu sehen, wie die Witwe von Willi Herren (†45) mit einer schwarzen Schere eine Strähne ihrer Haare kürzt.

Doch statt eine Glatze zu schneiden, kürzte die 43-Jährige ihre Haare lediglich um wenige Zentimeter.

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"Für die Frauen im Iran!" schrieb sie du dieser Videoaktion.

Ob sie mit dem Video auf die Lage der Frauen im Iran aufmerksam machen konnte? Ein klares Zeichen der Empathie war das Abschneiden von wenigen Zentimetern Haare jedenfalls nicht.

Vielleicht konnte sie ein paar Menschen auf die schwierige Lage im Iran aufmerksam machen.

Auslöser der Proteste im Iran

Wegen der gewaltsamen Niederschlagung regierungskritischer Proteste im Iran schiebt NRW bis auf Weiteres Asylbewerber nicht mehr in das Land ab.

Kurz nach den Protesten vor etwa drei Wochen hat die Regierung nicht nur das Internet massiv eingeschränkt, sondern auch Instagram und WhatsApp gesperrt.

Auslöser der Proteste war am 16. September der Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini (22) in Polizeigewahrsam. Sie soll ihr Kopftuch nicht richtig getragen haben.

Titelfoto: Instagram/Jasmin Herren

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