Joko und Klaas live: Pflegekräfte machen Notstand deutlich

Unterföhring - Von Anfang an war klar: Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37) werden in der Sendezeit auf ProSieben keinen Affront begehen, denn der Sender war in alles eingeweiht.

Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37) ließen in ihrer Sendezeit Pflegekräfte zu Wort kommen.
Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37) ließen in ihrer Sendezeit Pflegekräfte zu Wort kommen.  © Henning Kaiser/dpa

Das Duo erspielte sich Live-Sendezeit durch den Sieg bei "Joko & Klaas gegen ProSieben" am Dienstag und konnte deshalb am Mittwochabend die Prime Time nach Belieben füllen.

Das abendfüllende Programm nutzten Joko und Klaas, um die Aufmerksamkeit auf die Arbeit von Pflegekräften zu richten.

Ohne Werbeunterbrechung zeigte der Beitrag die ganze Nacht lang schonungslos den Alltag der Krankenschwestern und -pfleger. Unter dem eingeblendeten Hashtag #nichtselbstverständlich äußerten sich zahlreiche Pflegekräfte zu ihrer Arbeit und nahmen die Zuschauer mit in die Krankenzimmer.

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"Man bekommt so viel von den Patienten zurück, sagte ein Pfleger im Beitrag. Eine Krankenschwester aus Frankfurt am Main beschrieb ihren Job als "den schönsten der Welt".

Doch schnell wurde deutlich, mit was die Branche täglich zu kämpfen hat: schlechte Bezahlung und zu wenige, die den Job überhaupt noch machen wollen.

Nicht selbstverständlich: Joko und Klaas lassen Pflegekräfte zu Wort kommen

Der Beitrag richtete sich an die Politik, die laut den Pflegekräften im Zugzwang steht, etwas gegen den Notstand zu tun. Die Betroffenen erzählten, dass sie am Rande ihrer Kräfte sind und wie Kollegen reihenweise aus dem Beruf flüchten.

Eine Krankenschwester wünschte sich eine Lobby, die sich endlich für die Pflegekräfte einsetzt. Denn einfach streiken könne man in dem Beruf nicht, "sonst sterben Menschen", machte ein Pfleger deutlich.

Eindrücklich wurde auch der harte Alltag der Pflegekräfte mit Corona geschildert. Mit gebrochener Stimme berichteten die Pfleger von der Lage auf den Intensivstationen und wie geschockt sie über die Leugner der Pandemie sind.

Bei den Pflegern seid kein Cent an Hilfe angekommen, erklären die Pflegekräfte, während Unternehmen, wie die Lufthansa, mit Milliarden "gerettet" worden sind.

Knapp sieben Stunden: Komplette Schicht einer Pflegekraft am Uniklinikum Münster auf ProSieben zu sehen

Eine Schwester am Uniklinikum Münster nahm die Kamera sogar mit in die Krankenzimmer ihrer Patienten und ließ die Zuschauer so hautnah an den täglichen Behandlungen teilhaben.

Dabei wird deutlich, was die Frau leistet: Neben der fachlichen Expertise geht die Schwester auf jeden Patienten individuell ein.

Wie das Uniklinikum bekannt gab, wird die komplette Schicht einer Pflegekraft der KMT-Station in Echtzeit zu sehen sein.

"Herausgekommen sind eindrückliche knapp sieben Stunden, die ein realistisches Bild der Pflege in Deutschland zeigen", so das Klinikum.

An der Pflege wird gespart: Aufforderung an die Politik zu handeln

ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann machte bereits am Mittwochmorgen deutlich: "Joko und Klaas haben wirklich eine besondere Idee für eine außergewöhnliche Aktion". Der Sender unterstützte die Entertainer beim Beitrag zum Pflegenotstand deshalb gerne.

Am nächsten Dienstagabend (6. April) haben die Zwei erneut die Chance bei "Joko und Klaas gegen ProSieben" Sendezeit zu gewinnen. Verliert das Duo die Show, darf sich der Sender eine Strafe überlegen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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