Jorge González: Das findet die Gay-Szene blöd an mir!

Hamburg - Jorge González (53) polarisiert mit seinem Image als Paradiesvogel seit mittlerweile zehn Jahren im deutschen Fernsehen

Jorge González (53) ist Juror bei "Let's Dance" und sieht jede Folge anders aus. (Archivbild)
Jorge González (53) ist Juror bei "Let's Dance" und sieht jede Folge anders aus. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Seine Outfits bei "Let's Dance" sind extravagant und legendär. Keine Show vergeht, in der in Hamburg lebende González nicht der Hingucker ist. 

"Frauen mögen mich, ihre Ehemänner akzeptieren mich", sagte der 53-Jährige nun zur Gala. Das klingt doch eigentlich ganz in Ordnung, oder? Doch es gebe eine sehr kritische Zuschauergruppe. 

"Ich polarisiere. Besonders bei den Homosexuellen", sagte González. "Was die Medien toll finden, findet die Gay-Szene auf einmal blöd." Anscheinend werden dort seine extravaganten Auftritte nicht so gern gesehen. 

Dazu muss man wissen, dass der Exil-Kubaner selber homosexuell ist. Fürchtet die Szene etwa, dass sein schillerndes Auftreten alte Vorurteile erneut aufleben lässt? 

"Ich wünsche mir, dass es wieder bunter zugeht und Akzeptanz für alle da ist", sagte González der Gala. Eigentlich sollte das doch selbstverständlich sein. 

GNTM machte Jorge Gonzáles schlagartig berühmt

Die Outfits von Jorge González (53) sind meistens ausgefallen. (Archivbild)
Die Outfits von Jorge González (53) sind meistens ausgefallen. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Über das Privatleben des 53-Jährigen ist wenig bekannt, das hält er bewusst geheim. In "Inas Nacht" deutete er kürzlich an, dass er Single sein könnte, zuvor hieß es, er habe einen Verlobten. 

1985 verließ Gonzáles seine Heimat Kuba notgedrungen, da Homosexuelle in dem zwar sozialistischen, aber sehr konservativen Land diskriminiert wurden. 

In Bratislava (Slowakei) studierte er Nuklearökologie, fing währenddessen mit den ersten Model-Jobs an. Schließlich zog er nach Hamburg, dort arbeitet er als Stylist. 

2010 wurde er fürs Fernsehen entdeckt. Sein Auftritt als Choreograf bei der fünften Staffel von "Germany's Next Topmodel" machte ihn schlagartig deutschlandweit bekannt. Im Jahr 2011 nahm er die deutsche Staatsangehörigkeit an. 

In Norddeutschland fühlt sich González pudelwohl. "Ich habe eine starke Beziehung zu Hamburg, das ist mein Zuhause!", sagte er 2019 im Gespräch mit TAG24

Hier wolle er bleiben, bis er alt ist. "Ich mag alles in Hamburg, die Natur, die norddeutsche Mentalität - alles!"

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa, Henning Kaiser/dpa

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