Jorge González: Verlässt er Deutschland und geht zurück nach Kuba?

Leipzig - Ob Catwalk-Trainer bei Heidi Klums "Germany's Next Topmodel", Choreograf oder Model: Jorge González (53) hat viele Gesichter. Dass er aus Kuba stammt, ist kein Geheimnis mehr. Als Jurymitglied bei Deutschlands beliebtester Tanzshow "Let's Dance" ist er seit Jahren gesetzt und an der Seite von Motsi Mabuse (39) und Joachim Llambi (56) nicht mehr wegzudenken. Jetzt war Jorge Gast im MDR-Riverboat. Überlegt er etwa nach Kuba zurückzukehren?

TV-Gesicht Jorge González (53) plaudert im MDR Riverboat über die Verbindung zu seiner Heimat.
TV-Gesicht Jorge González (53) plaudert im MDR Riverboat über die Verbindung zu seiner Heimat.  © Screenshot/MDR

"Ich habe Kuba mit 17 Jahren verlassen. Meine Kindheit war auf Kuba. Wir haben Bildung und medizinische Versorgung bekommen, das war alles super", erinnert sich Jorge im Gespräch mit Riverboat-Moderator Jörg Kachelmann (62). 

"Und dann träumte ich von einer Zukunft, wollte reisen und arbeiten. Das war die Entscheidung, nach Europa zu gehen. Ich habe dann von einem Studium der Nuklear-Biologie in der CSSR gelesen und dachte: 'Ok, das mache ich'. Meine Tante lebte in der CSSR, sie wollte das Land des Schriftstellers Kafka kennenlernen."

Und so kam Jorge nach Bratislava, studierte dort und landete später in allerlei deutschen Formaten.

"Was hat Ihnen Ihr Vater mit auf den Weg gegeben, als Sie nach Europa gegangen sind?", wollte Kachelmann von dem Choreografen wissen. Jorge erzählt, dass sein Vater ihn in seinem Vorhaben sogar bestärkte. 

"Mein Vater ist ein Genussmensch. Als er mich mit meiner Mutter auf den Flughafen nach Havanna gebracht hat, war das Einzige, was mein Vater sagte: "'Genieße es, ich würde es genauso tun'. Der ist auch sehr interessiert in vielen Kulturen und Ländern", so Jorge.

Im Kofferraum aus der Slowakei nach Wien

Jorge González (53) ist aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr zu denken.
Jorge González (53) ist aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr zu denken.  © Daniel Karmann/dpa

Während seiner Studienzeit erlebte der junge Jorge jede Menge, unternahm viel mit Freunden. "Einmal bin ich im Kofferraum meiner Freunde von der Slowakei nach Wien gefahren und wieder zurück, weil damals die Grenze ja noch zu war und ich das gar nicht durfte. Dieser Freund von mir war Schauspieler und sehr bekannt in Wien und in der Slowakei. Er hat den Grenzern immer eine Flasche Rum gegeben und es war dann ok."

Seine Heimat Kuba kann Jorge González trotz seines Erfolges hier in Deutschland nicht vergessen. "Gibt es einen Weg für Sie zurück nach Kuba?", fragte Kachelmann deshalb.

Ganz ausschließen wollte der Entertainer nicht, dass er irgendwann vielleicht Deutschland den Rücken kehrt. 

"Ich reise jedes Jahr im Februar nach Kuba zurück. Ich habe auch viel auf Kuba gearbeitet und meine Wurzeln sind dort. Wer weiß, ich sage niemals nie. Die Leute kennen mich jetzt auch auf Kuba, sie wissen, was ich in Deutschland tue. Ich sage immer: Wer die Möglichkeit hat, Kuba zu besuchen, soll das tun. Die Strände sind hervorragend und die Menschen toll."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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