Sex, Blut und Schmerzen: Miss-Germany-Kandidatin spricht ganz offen

Mainz - Sie ist Schlagersängerin und trat schon in Reality-Sendungen wie "Take Me Out" und "Deutschland sucht den Superstar" auf: Die Mainzerin Josimelonie (26) kämpft aktuell um den Titel "Miss Germany 2021".

Die Montage zeigt zwei Screenshots aus dem Instagram-Profil von Miss-Germany-Kandidatin Josimelonie.
Die Montage zeigt zwei Screenshots aus dem Instagram-Profil von Miss-Germany-Kandidatin Josimelonie.  © Screenshot/Instagram/josimelonie

Das Besondere bei ihrer Kandidatur: Die für ihre frechen und oft auch frivolen Auftritte bekannte Blondine möchte die erste Transgender-Miss-Germany werden – Josimelonie alias Josephine Jochmann kam ursprünglich als Junge auf die Welt.

Neben ihrer Miss-Germany-Kandidatur verfolgt die 26-Jährige seit einiger Zeit noch ein zweites, sehr persönliches Projekt, sie nennt es ihr "Sexperiment" (TAG24 berichtete).

Dabei spricht Josimelonie in regelmäßigen Abständen auf ihrem Profil auf der Social-Media-Plattform Instagram über ihr Sexleben, das sehr problembehaftet ist.

Am gestrigen Montagabend veröffentlichte die Mainzerin auf Instagram einen etwa 14-minütigen Video-Clip, in dem sie ganz offen über den Zusammenhang zwischen ihrem Transgender-Sein und ihren Sex-Problemen sprach.

"Warum ich so unsicher geworden bin, was sexuelle Dinge angeht, liegt ja auch an meiner Transsexualität", sagte sie in dem Video.

Wie sie weiter ausführte, waren viele ihrer sexuellen Erfahrungen mit Schmerzen verbunden, auch Blut sei mitunter geflossen. 

Miss-Germany-Kandidatin Josimelonie: "Ich bin kein Fick-Stück"

Dies hänge mit der geschlechtsangleichenden Operation zusammen, welcher sie sich im Alter von 21 Jahren unterzogen habe.

Das Resultat dieser Geschlechtsumwandlung würde erfordern, dass ihre Sexualpartner beim Geschlechtsverkehr ein sehr hohes Maß an Sensibilität an den Tag legten. Hinzu käme ihre Unsicherheit im Umgang mit Männern, die ihr Sexualleben ebenfalls verkompliziere.

Diese Unsicherheit hängt offenbar auch mit ihrer Transidentität zusammen. Sie habe Angst, zum Beispiel wenn es darum gehe, einen Partner über ihr Transgender-Sein aufzuklären.

Hinzu kommt, dass die Mainzerin – genau wie sehr viele andere Menschen auch – nicht nur als Sex-Objekt behandelt werden möchte. "Ich bin kein Fick-Stück", sagt die Blondine in dem Instagram-Video.

Auch als Transgender-Frau sehnt sich Josimelonie nach einer Partnerschaft, also nach Liebe.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/josimelonie

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