"Tagesschau": Bereitet sich Judith Rakers auf Absprung ins Privatfernsehen vor?

Hamburg - Macht Judith Rakers (45) wie verdächtig viele ihrer ehemaligen Kollegen von "Tagesschau" und "Tagesthemen" auch demnächst einen Abflug?

Judith Rakers (45) ist seit 2005 "Tagesschau"-Sprecherin. (Archivbild)
Judith Rakers (45) ist seit 2005 "Tagesschau"-Sprecherin. (Archivbild)  © NDR/Thorsten Jander

Drei prominente Abgänge erschütterten die ARD innerhalb eines Dreiviertel Jahres.

Erst verabschiedete sich Mr. Tagesschau Jan Hofer (71) im vergangenen Dezember von der ARD-Mattscheibe, um wenig später zu verkünden, dass er eine Nachrichtensendung bei RTL bekommt.

Dann hörte Linda Zervakis (46) im April bei der "Tagesschau" auf und wechselte zu ProSieben. Im August ging "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay (43) ebenfalls zu RTL.

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Schließt sich Rakers der Karawane an? Nein, machte die 45-Jährige jetzt im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) klar.

"Ich habe vor, noch lange bei der 'Tagesschau' zu bleiben." Sie fühle sich sehr wohl und sei zufrieden. "Ich habe keine Wechselinteressen."

Rakers ist freie Mitarbeiterin der "Tagesschau", die sich ihre Arbeitszeit selbst einteilen kann. Sie will vielseitig aufgestellt sein, daher hat sie anfangs noch parallel das "Hamburg Journal" im NDR moderiert.

Deswegen hält Judith Rakers viel von Reportagen

Mit Giovanni di Lorenzo (62) talkt Rakers bei "3 nach 9". (Archivbild)
Mit Giovanni di Lorenzo (62) talkt Rakers bei "3 nach 9". (Archivbild)  © picture alliance / dpa

2010 kam die Radio-Bremen-Talkshow "3 nach 9" mit Giovanni di Lorenzo (62) dazu. Vor sechs Jahren begann Rakers eigene Reportagen zu realisieren. Außerdem moderiert(e) sie weitere TV-Shows.

"Ich möchte mich nicht abhängig machen von einem Auftraggeber und einem Format", sagte die 45-Jährige dem RND dazu. Sie sei außerdem Journalistin geworden, "weil ich neugierig auf Menschen bin".

Teil der "Tagesschau" zu sein, sei zwar toll, aber da würde ihr fehlen, "mit Menschen ins Gespräch zu kommen auf einer intensiveren Ebene als in einem dreiminütigen Schaltgespräch". Das sei aber in ihrer Talkshow und bei den Reportagen möglich.

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Hinzukomme das Eintauchen in andere Lebenswelten. "Mal raus aus dem Studio und rein ins Leben. Ich halte das für sehr gesund – menschlich und professionell gesehen."

Das hat Rakers kürzlich wieder getan, herausgekommen sind fünf Folgen für das WDR-Reisemagazin "Wunderschön!" Und wo zieht es sie am liebsten hin? "Mein privates Lieblingsreiseziel ist Rügen."

Titelfoto: NDR/Thorsten Jander

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