"Julian Assange ist kein Verbrecher!" Wagenknecht fordert Asyl für ihn in Deutschland

London (Großbritannien) - Die Nachricht ging in Sekundenschnelle um die Welt. Ein Gericht in London hat den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange (49) am Montag abgelehnt. Dem 49-Jährigen hätten in Amerika im Fall einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft gedroht.

Für das Aufdecken der Kriegsverbrechen verdiene Assange einen Preis, keine Strafe, so die 51-jährige Wagenknecht.
Für das Aufdecken der Kriegsverbrechen verdiene Assange einen Preis, keine Strafe, so die 51-jährige Wagenknecht.  © Britta Pedersen/dpa

Die Londoner Richterin begründete ihre Entscheidung mit dem "psychischen Gesundheitszustand" Assanges und den Haftbedingungen, mit denen Assange in den USA zu rechnen hätte (TAG24 berichtete).

Über eine Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange auf Kaution wird an diesem Mittwoch in London entschieden.

Viele Politiker befürworten dieses Urteil. So hat auch Sahra Wagenknecht (51, Die Linke) als eine der Ersten in einer Stellungnahme ihre Sicht auf die "Casa Assange" bei Facebook für ihre mehr als 500.000 Abonnenten veröffentlicht.

"Julian Assange darf vorerst nicht an die USA ausgeliefert werden – das hat soeben ein Gericht in London entschieden. Ein wichtiger Beschluss nicht nur für Assange selbst." Sie sieht in dem Urteil auch die Presse- und Medienfreiheit gestärkt.

"Assange muss nun nach jahrelanger Haft und Verfolgung endlich freigelassen werden!", fordert die Politikerin.

Vor Gericht gehört, wer Kriegsverbrechen begeht

"Julian Assange ist kein Verbrecher"

Julian Assange (49) wird nicht an die USA ausgeliefert. (Archiv)
Julian Assange (49) wird nicht an die USA ausgeliefert. (Archiv)  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Es dürfe nicht sein, dass Länder, die sich selbst als "Demokratien" bezeichnen, Journalisten und Aktivisten ins Gefängnis steckten, mit Isolationshaft und anderen Schikanen malträtierten, "weil sie ihnen unliebsame Geschichten aufdecken", fährt sie fort.

"Julian Assange ist kein Verbrecher, er hatte mit den Wikileaks-Veröffentlichungen Kriegsverbrechen der USA unter anderem in Afghanistan öffentlich gemacht."

Dafür verdiene er einen Preis, keine Strafe, so die 51-Jährige.

Ein Appell geht in Richtung deutsche Regierung: "Ich erwarte daher auch von der deutschen Bundesregierung, dass sie die gestoppte Auslieferung unterstützen und für Assanges umgehende Freilassung einsetzt, sowie ihm selbst Asyl in Deutschland anbietet."

"Wem die Meinungs- und Pressefreiheit am Herzen liegt, muss jetzt für die Freiheit von Whistleblowern wie Julian Assange kämpfen", beendet sie ihren Post auf Facebook, der bereits mehr als 2900 Mal geteilt wurde.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa/Facebook

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