Wikileaks-Gründer Julian Assange hat mit Anwältin zwei Kinder

London - Julian Assange (48) wurde während seines siebenjährigen Exils in der Botschaft von Ecuador in London zweimal Vater. Die Mutter ist die Anwältin Stella Moris (37).

Julian Assange fürchtet eine Auslieferung an die USA.
Julian Assange fürchtet eine Auslieferung an die USA.  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Laut der Nachrichtenagentur PA sorgt sich die Mutter seiner zwei Söhne als Partnerin um das Leben und die Gesundheit von Julian Assange. 

Assange befindet sich seit rund einem Jahr in Belmarsh, einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis. Der gebürtige Australier sei 23 Stunden am Tag in Isolation und dürfe keinen Besuch mehr erhalten, so Moris.

Die Nachrichtenagentur hat Gerichtsunterlagen vorliegen, aus denen der genaue Verlauf der Beziehung zwischen Assange und seiner Anwältin hervorgeht. 

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Die beiden lernten sich aufgrund des Jobs von Moris als Juristin im Jahr 2011 kennen. Vier Jahre später begannen sie eine Beziehung. 

Zu diesem Zeitpunkt lebte Assange noch in der ecuadorianischen Botschaft. Assange soll mit Moris zwei Kinder bekommen haben.

In einem exklusiven Interview mit der "Daily Mail" gibt Moris weitere Informationen bekannt. Sie sei seit 2017 mit Assange verlobt und möchte ihn heiraten.  

Bereits im Jahr 2016 kam sein erster Sohn Gabriel zur Welt. Die Geburt seines zweiten Sohnes Max verfolgte der Wikileaks-Gründer per Kamera. Beide Söhne besuchten ihren eingesperrten Vater.

Wie schlecht steht es um Assange?

Seine Partnerin Stella Moris setzt sich für ihre Liebe ein.
Seine Partnerin Stella Moris setzt sich für ihre Liebe ein.  © Matt Dunham/AP/dpa

Nach den Angaben von Freunden leidet Assange bereits seit Monaten unter schweren gesundheitlichen Problemen.

Zudem berichtet PA, dass das Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh mit dem Coronavirus zu kämpfen hat. Ein Häftling sei bereits daran verstorben.

Ob und wann Assange frei kommt, ist ungewiss. 

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Ein Prozess über eine mögliche Auslieferung an die USA wird am 18. Mai fortgesetzt. Sollte Assange tatsächlich ausgeliefert werden, drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Er wird in 18 Punkten angeklagt.

Assange wird unter anderem von der US-Justiz vorgeworfen, dass er der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben soll, geheimes Material von militärischen Einsätzen der USA in Afghanistan und im Irak zu veröffentlichten.

Dadurch soll die Sicherheit von US-Informanten in Washington bedroht gewesen sein.

Doch Assange bestreitet die Vorwürfe. Für ihn und seine Anwälte ist die Anklage ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. 

Seine Enthüllungen führten unter anderem zu der Aufdeckung von Kriegsverbrechen, welche durch US-Soldaten verursacht worden waren.

Assange lebte seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft. Vor rund einem Jahr wurde er von der britischen Polizei verhaftet und in das Londoner Gefängnis verlegt. Angeblich habe er mit seiner damaligen Flucht gegen Kautionsvorlagen verstoßen.

Titelfoto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

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