LL Cool J rappt für getöteten George Floyd starke Botschaft

New York - Der Rapper LL Cool J (52, "I need love") hat dem getöteten Afroamerikaner George Floyd (†46) und mehreren anderen Opfern von Rassismus und Polizeigewalt emotionalen Tribut gezollt.

Der Mord an George Floyd in Minnesota hat LL Cool J inspiriert, eine starke Botschaft auf Instagram zu übermitteln.
Der Mord an George Floyd in Minnesota hat LL Cool J inspiriert, eine starke Botschaft auf Instagram zu übermitteln.  © Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

In einem auf Instagram veröffentlichten Video trägt der Sänger und Schauspieler ("Navy CIS: L.A.") eine Wollmütze und ein Sweatshirt mit der Aufschrift "Black Lives Matter" (dt.: "Schwarze Leben zählen"). 

Dabei sieht er mit intensivem Blick in die Kamera, während er in schneller Folge und mit harter Stimme über den Tod von George Floyd rappt:

"400 Jahre lang hatten Sie ihre Knie im Nacken", textet er und verweist auf das Video, in dem ein weißer Polizist auf dem Hals von George Floyd kniete, bis dieser nicht mehr atmen konnte.

Weiter heißt es: "Ein Garten des Bösen ohne Samen des Respekts / In Amerikas Spiegel sieht sie nur Bedauern / Anstatt Blut leben zu lassen, betteln sie um Blut.", was sich nicht nur auf die aktuell eskalierende Gewalt in den USA bezieht.

Auch auf den Polizisten Derek Chauvin, der inzwischen wegen wegen Mordes und Totschlag dritten Grades angeklagt wurde, geht LL Cool J ein:

"Auf Polizeiautos auf und ab springen / Nachdem Chauvin George Floyd getötet hat, sind wir als nächstes dran / Molotow-Cocktails, Anarchie / Die Reichen haben die Beute genommen, also plündern wir jetzt", fährt der Grammy-Gewinner fort.

"Ich fühle mich wie ein Tiger im Käfig, der ausgepeitscht wird, um Tricks zu machen / Deshalb habe ich Feuer gemacht und geschrien und Steine ​​geworfen / Sie haben versucht, mich zu überfahren und zu verhaften".

Dann zählt er auch noch weitere Namen von Menschen aus der schwarzen Community auf, die von der Polizei getötet wurden.

Hier seht Ihr das Video:

Besonders emotional wird LL Cool J noch einmal, als er rappt: "Als ich diesen Mann langsam sterben sah, hinterließ er ein Loch". Und: "Er weinte um seine Mutter, als sich der Mord abspielte / Ohne das Telefon wäre Chauvin zu Hause / Er fühlte sich wegen der Hautfarbe von George im Recht / Amerika ist ein Friedhof voller schwarzer Knochen."

Der Text endet mit den Worten: "Wir weigern uns, in der Hölle zu leben, während sie im Paradies leben / In Amerika schwarz zu sein ist wie ein Würfelspiel / Aber die Einsätze sind viel höher. Du spielst mit meinem Leben. / Schwarzes Leben ist für immer wichtig."

LL Cool J ist einer von zahlreichen Künstlern, die sich nach dem Tod von George Floyd zu Wort gemeldet haben und Rassismus und Polizeigewalt anprangern. Darunter sind Lady Gaga, Billie Eilish, Beyoncé, Ariana Grande, Justin Bieber, Selena Gomez, Jennifer Lopez und Ice Cube.

Titelfoto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

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