Aktivistin Luisa Neubauer: Regierung unter Laschet wäre "lächerlich"

Deutschland - Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer (25) hat den Versuch von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60), trotz Wahlverlusten die kommende Bundesregierung anzuführen, als "lächerlich" bezeichnet.

Umwelt- und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer (25) hält eine Regierung unter Armin Laschet nicht für zielführend.
Umwelt- und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer (25) hält eine Regierung unter Armin Laschet nicht für zielführend.  © Christophe Gateau/dpa

"Die Union weiß selber, dass das lächerlich wäre", sagte Neubauer dazu am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ergebnisse der Bundestagswahl stünden für sich. Sie wolle deshalb auch nicht das Abschneiden der Grünen bewerten, sagte Neubauer, die selbst Mitglied bei der Partei ist. "Die Grünen können ihre eigenen Wahlergebnisse selbst bewerten, und das machen sie ja auch."

Als Klima-Bewegung sei es grundsätzlich nicht ihre Aufgabe, über Koalitionsoptionen zu spekulieren. "Für uns ist nicht die Parteifarbe entscheidend, sondern ob schnell genug und so gerecht wie möglich Emissionen auf null gebracht werden", sagte Neubauer mit Blick auf den Ausstoß von Treibhausgasen, der die Erdatmosphäre mit jedem Jahr heißer macht und die Auswirkungen des Klimawandels verschlimmert.

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Alle großen demokratischen Parteien hätten auf den Druck der Aktivisten hin das Versprechen abgegeben, dass sich die Erde möglichst nicht um mehr als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmen dürfe. Jetzt, nach der Bundestagswahl, müssten die Parteien dieses Versprechen einhalten, sagte Neubauer.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) will trotz der großen Verluste der Union Kanzler werden. Nun kommt es auf die Koalitionsgespräche mit den anderen Parteien an.
CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) will trotz der großen Verluste der Union Kanzler werden. Nun kommt es auf die Koalitionsgespräche mit den anderen Parteien an.  © Michael Kappeler/dpa

Sie machte außerdem deutlich, dass die Aktivisten auch nach der Bundestagswahl den Druck auf die politischen Entscheidungsträger unabhängig von möglichen Regierungsbündnissen erhöhen würden. "Wir werden nicht aufhören, das Handeln der Regierung am Pariser Klimaabkommen zu messen, egal ob Jamaika, GroKo oder Ampel-Koalition."

In den vergangenen 40 Jahren hätte "jede Koalition die Möglichkeit gehabt, die Klimakrise ernsthaft anzugehen". Stattdessen habe man "leere Versprechen abgegeben" und die Wissenschaft ignoriert, sagte Neubauer.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa, Michael Kappeler/dpa

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