Luisa Neubauer über Ergebnis der Klimakonferenz: "Betrug an allen jungen Menschen!"

Glasgow - Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (25) hat die Beschlüsse der Weltklimakonferenz in Glasgow als "Betrug" verurteilt!

Luisa Neubauer (25, r.) ist alles andere als zufrieden mit den Ergebnissen der Weltklimakonferenz.
Luisa Neubauer (25, r.) ist alles andere als zufrieden mit den Ergebnissen der Weltklimakonferenz.  © Christoph Soeder/dpa

"Diese Abschlusserklärung ist ein Betrug", sagte die 25-Jährige am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur, nachdem sich bei dem Treffen rund 200 Staaten auf einen Klimapakt geeinigt hatten.

Sie verrate alle, die schon heute vor "unerträglichen Klimafolgen" stünden. "Und es ist ein Betrug an allen jungen Menschen auf dieser Welt, die darauf setzen, dass sich Regierungen um ihre Zukunft kümmern."

Deutschland habe in Glasgow gezeigt, dass es "keines der Länder ist, auf das man aktuell zählen kann, wenn es darum geht, Lebensgrundlagen und Gesellschaften zu schützen", sagte Neubauer, die auch Grünen-Mitglied ist.

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Die neue Bundesregierung müsse nun Verantwortung übernehmen, zu Deutschlands Klimaschulden stehen und den schnellstmöglichen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einleiten.

Beschlüsse der Weltklimakonferenz sind laut Luisa Neubauer ein "Aufruf, auf die Straße zu gehen"

Die Umweltaktivistin war nicht nur zum Protestieren in Glasgow, sie nahm bei der Klimakonferenz auch an einem Pressegespräch teil.
Die Umweltaktivistin war nicht nur zum Protestieren in Glasgow, sie nahm bei der Klimakonferenz auch an einem Pressegespräch teil.  © Christoph Soeder/dpa

Die Klimakonferenz hatte Staaten rund um die Welt erstmals konkret dazu aufgerufen, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Allerdings wurde die Formulierung auf Druck Chinas und Indiens in letzter Minute abgeschwächt.

Auch bei finanziellen Zusagen an ärmere Länder für die Bewältigung von Klimaschäden blieb der Vertragstext hinter den Erwartungen vieler Staaten zurück.

Neubauer, die die Fridays-for-Future-Proteste in Deutschland federführend ins Leben gerufen hatte, bezeichnete die Beschlüsse als "Aufruf, auf die Straße zu gehen" und den Druck zu erhöhen. "Immer mehr Menschen auf der Welt begreifen, in was für einer Notlage wir sind", sagte die Aktivistin.

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Die Klimakrise sei kein Zufall, sondern eine politische Entscheidung. "Glücklicherweise kann man politische Entscheidungen ändern. Und das werden wir."

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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