Nach KZ-Vergleich: Luke Mockridge mit scharfer Kritik an Michael Wendler

Bonn/Köln - Comedian Luke Mockridge (31) mal gar nicht witzig: Nach dem KZ-Vergleich von Sänger und Corona-Leugner Michael Wendler (48) wird der Entertainer sehr ernst. Bei Instagram hinterließ er jetzt eine eindringliche Botschaft zum Umgang mit Holocaust-Verharmlosern.

Comedian Luke Mockridge (31) wendet sich mit klaren Worten gegen Michael Wendler.
Comedian Luke Mockridge (31) wendet sich mit klaren Worten gegen Michael Wendler.  © Henning Kaiser/dpa

Michael Wendler hatte die angekündigten 15-Kilometer-Regeln der Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) im Kampf gegen das Coronavirus als "KZ Deutschland" hinterfragt, und sich später mit der angeblichen Abkürzung "Krisen Zentrum" herauszureden versucht.

Der scheinheilige Versuch des Corona-Leugners, der die Demokratie Deutschland mit dem Nationalsozialismus verglich, endete zunächst für seine Medien-Karriere bei RTL drastisch. Der Sender griff letztlich durch und schneidet ihn aus den nächsten zwölf Folgen von "Deutschland sucht den Superstar" raus (TAG24 berichtete).

RTL hatte sich zuvor bereits öffentlich von der Äußerung distanziert, die erste Folge vor dem KZ-Vergleich aber noch mit Wendler ausgestrahlt. Der Sänger habe mit der Holocaust-Verharmlosung dann "eine rote Linie" überschritten.

Falls Du nicht weißt, welche schlimmen Verbrechen wie Massenmord im Nationalsozialismus geschehen sind und was Holocaust bedeutet, findest Du hier eine erklärende Darstellung der Bundeszentrale für politische Bildung. In den Konzentrationslagern der Nazis wurden im Zweiten Weltkrieg mehrere Millionen Menschen massenhaft umgebracht.

Luke Mockridge übt Kritik an Michael Wendler und dessen Umgang mit Geschichte

Michael Wendler (48) vermutet hinter dem Coronavirus eine Verschwörung und verglich Deutschland mit einem Konzentrationslager.
Michael Wendler (48) vermutet hinter dem Coronavirus eine Verschwörung und verglich Deutschland mit einem Konzentrationslager.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Daran knüpft auch Comedian Luke Mockridge an, der in seinem Post schreibt: "Eine der größten Aufgaben unseres Landes ist die stete Aufarbeitung unserer Geschichte."

Danach fand er eindeutige Worte zu dem KZ-Vergleich von Michael Wendler: "Die aktuellen Lockdown-Maßnahmen mit einem KZ zu vergleichen, ist widerlich", schrieb er.

Er mahnte, die Gesellschaft müsse stets an die Verbrechen und das unmenschliche Handeln der NS-Zeit als Mahnmal erinnern.

"Das ist die Aufgabe der Politik, der Menschen, die hier leben und gerade die Aufgabe der reichweitenstarken Medien", so Mockridge.

Er warb für eine meinungsbreite Demokratie, die aber auch Grenzen klar aufzeigen müsse.

Michael Wendler veröffentlichte nach dem medialen Druch bei Instagram eine Klarstellung: "Ich bin weder ein Holocaust-Leugner noch verharmloser der Naziverbrechen."

Viele der rund eine Million Instagram-Follower zeigten Anerkennung für Mockridges Meinung. "Einfach mal auf den Punkt gebracht 😁😊... Einfach nur mega", schrieb ein Fan. Eine andere Person schrieb: "Du sprichst mir aus dem Herzen 👏🏻👌"

Ein anderer stimmte dem Comedian ebenfalls zu: "Luke ich finde es immer wieder Klasse wie du der Gesellschaft Mut zu sprichst und sehe es genau so wie du👍💯🙌"

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa Rolf Vennenbernd/dpa / Montage

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