"Manchmal schäme ich mich dafür": Ex-Energy-Franzi meckert über Zoos

Leipzig/Nordhausen - Ex-Energy-Moderatorin Franziska "Franzi" Mühlhause (30) ist bei ihren Fans mittlerweile durchaus dafür bekannt, mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg zu halten. In einer neuen Instagram-Story ging sie nun auf das Thema "Zoos" ein - und die kamen dabei alles andere als gut weg!

Ex-Energy-Moderatorin Franziska Mühlhause (30) hat auf Instagram über das Thema "Zoos" gesprochen - und dabei deutliche Kritik an der Haltung von Tieren wie Elefanten oder Löwen zur Unterhaltung von Besuchern geäußert.
Ex-Energy-Moderatorin Franziska Mühlhause (30) hat auf Instagram über das Thema "Zoos" gesprochen - und dabei deutliche Kritik an der Haltung von Tieren wie Elefanten oder Löwen zur Unterhaltung von Besuchern geäußert.  © Screenshot/instagram.com/franzimupu

Ausschlaggebend für die Wutrede war offenbar ein Video, in dem eine Affen-Mama versuchte, ein Baby zu streicheln. Weil sich die Mama jedoch hinter einer Glasscheibe befand, sollte es jedoch bei dem Wunsch nach Nähe bleiben.

Betitelt war die Aufnahme mit den Worten "Unglaublich süße Szenen".

"Ich weiß wirklich nicht, wo das 'süße Szenen' sein sollen", zeterte Franzi unvermittelt los. "Mich machen diese von Menschen erschaffenen 'süßen Szenen' traurig und betroffen. Manchmal schäme ich mich dafür, dass ich der Gattung Mensch angehöre."

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Der Punkt der ehemaligen Radio-Moderatorin: "Tiere sind kein Spielzeug, keine Massenbelustigung und schon gar nicht dafür gemacht, so leben zu müssen."

Entspannt und immer mit Humor: So zeigt sich Franzi auf Instagram

"Zoos sind eine gute Sache für kleine Tiere"

Besucher im Zoo Leipzig beobachten die Elefanten. Für Franzi seien Streichelzoos mit genug Auslauf zwar in Ordnung. Für die Haltung von exotischen Tieren habe sie jedoch kein Verständnis.
Besucher im Zoo Leipzig beobachten die Elefanten. Für Franzi seien Streichelzoos mit genug Auslauf zwar in Ordnung. Für die Haltung von exotischen Tieren habe sie jedoch kein Verständnis.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Franzis Kritik richtet sich dabei nicht gegen alle zoologischen Gärten. "Ich finde, Zoos sind eine gute Sache für kleine Tiere, die auch hier in unseren Breitengraden natürlich sind."

So halte sie beispielsweise Streichelzoos für okay, solang die Tiere genug Auslauf haben.

Werden allerdings exotische Lebewesen wie Affen, Elefanten, Tiger, Löwen oder Giraffen gehalten, scheint es um ihr Verständnis geschehen. "Wozu ist das nötig? Wir haben tolle Tierdokumentationen, die wir unseren Kindern zeigen können."

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Das Internet habe alles möglich gemacht.

"Wir sind so fortschrittlich in vielen Dingen. Ich würde mir wünschen, dass die Profite einer Eintrittskarte irgendwann nicht mehr über den Bedürfnissen eines oder vieler Tiere stehen."

Zoo ist nicht gleich Zoo

Viele Zoos leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Laut WWF-Artenschutz-Fachbereichsleiter Arnulf Köhnke wären Wisente heute ausgestorben, hätten sie nicht in Tiergärten überlebt.
Viele Zoos leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Laut WWF-Artenschutz-Fachbereichsleiter Arnulf Köhnke wären Wisente heute ausgestorben, hätten sie nicht in Tiergärten überlebt.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Worauf Franzi in ihrer Kritik nicht eingeht, ist die Tatsache, dass viele Zoos und Tiergärten mittlerweile auch eine wichtige Rolle beim Thema Artenschutz spielen. Eine Meinung, die sogar Dr. Arnulf Köhnke, Fachbereichsleiter Artenschutz der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF, teilt, wie er in einem Interview erklärte.

"Zusätzlich kann die Forschung der Zoos dazu beitragen, das Verhalten, Biologie oder Krankheiten der bedrohten Arten besser zu verstehen", so Köhnke. In Deutschland arbeitet der WWF unter anderem mit dem Tierpark Berlin, dem Zoo Leipzig und dem Zoo Dortmund beim Thema Artenschutz zusammen.

Der Bereichsleiter erklärt, dass der Begriff "Zoo" international nicht rechtlich definiert sei und es deshalb auch keine verbindliche Regelung gebe, "die die für den Artenschutz relevanten Aspekte in Zoos und Tierparks festschreiben würde".

Zoo sei nicht gleich Zoo. "Aus diesem Grund ist es notwendig, rein kommerzielle Einrichtungen von legitimen und anerkannten Zoos zu unterscheiden."

Titelfoto: Montage: Screenshot/instagram.com/franzimupu, Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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