Mario Götze versteht Metzelder-Urteil nicht: Taten "müssen viel härter bestraft werden"

Düsseldorf - Christoph Metzelder (40) wurde am Amtsgericht Düsseldorf wegen der Verbreitung von Kinderporno-Dateien über WhatsApp in 26 Fällen verurteilt. Er bekam 10 Monate auf Bewährung, muss also nicht in den Knast. Seine Reue und eine Therapie wirkten laut Richterin sogar etwas strafmildernd.

Armin Laschet (60, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verlieh im Sommer 2020 den Landesverdienstorden an Fußballspieler Mario Götze (28).
Armin Laschet (60, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verlieh im Sommer 2020 den Landesverdienstorden an Fußballspieler Mario Götze (28).  © Marius Becker/dpa

Auf den Aufnahmen waren kleine Mädchen unter 10 Jahren zu sehen, die Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden.

Während Metzelder sich reuig zeigte und Opfer von Missbrauch um Vergebung bat, urteilten Ex-Bundesligaspieler wie Lukas Podolski (35) und Mario Götze (28) scharf über Christoph Metzelder.

Götze sagte gegenüber der Bild: "Für solche Taten braucht es meiner Meinung nach viel härtere Gesetze. Wir sprechen über abscheuliche Vergehen an kleinen, wehrlosen Kindern."

Und weiter: "Dabei ist es egal, ob es sich um prominente oder unbekannte Täter handelt. Mir persönlich fällt es schwer, bei solch ekelhaften Taten Gründe für Strafmilderung verstehen zu können. Denn das, was unschuldigen Kindern und ihren Familien angetan wurde, kann niemand mehr rückgängig machen."

Götze ganz emotional gegenüber dem Springer-Blatt: "Eine so milde Strafe bei einem so schwerwiegenden Vergehen ruft bei mir großes Unverständnis hervor. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und macht mich wütend. Wenn kleine Kinder und ihre Familien für den Rest ihres Lebens geschädigt werden, müssen so verachtende Taten viel härter bestraft werden."

Podolski über Metzelder: "Widerlich"

Christoph Metzelder erhielt (40) für die Weiterleitung von Kinderporno-Dateien eine Bewährungsstrafe.
Christoph Metzelder erhielt (40) für die Weiterleitung von Kinderporno-Dateien eine Bewährungsstrafe.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Kölner Lukas Podolski hatte zu dem Strafmaß gesagt: "Da fehlt mir die abschreckende Wirkung. Wer sich gegen Kinder versündigt, muss mit aller möglichen Härte des Gesetzes bestraft werden. Noch mal: Es werden Kinder geschädigt! So wie Ihre Eltern und Familien! Die Strafe wird dem Vergehen nicht gerecht."

Per Twitter kürzte er sein Metzelder-Urteil zusammen und schrieb einfach: "Widerlich".

Christoph Metzelder hatte am Donnerstag vor dem Amtsgericht Düsseldorf ein Teilgeständnis abgelegt.

Er räumte die Weiterleitung von 18 kinder- und jugendpornografischen Dateien ein. Den Besitz von nahezu 300 Dateien wie angeklagt, gestand er nicht.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa / Marius Becker/dpa

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