Stegner bei Lanz: Die Ukraine kann nicht gewinnen

Hamburg - Ralf Stegner (62, SPD) sagte bei Markus Lanz (53): "Ohne Nato-Beteiligung ist der Krieg vermutlich militärisch nicht zugunsten der Ukraine zu entscheiden."

SPD-Politiker Stegner (62) glaubt nicht an einen Sieg der Ukraine ohne die NATO.
SPD-Politiker Stegner (62) glaubt nicht an einen Sieg der Ukraine ohne die NATO.  © Carsten Rehder/dpa

Er glaubt demnach nicht an einen Sieg der Ukraine in Putins Angriffskrieg - ohne NATO, den Einschub wiederholte der SPD-Politiker. Und dass mit einer NATO-Beteiligung ein Dritter Weltkrieg im Raum stehe. Ihn treiben besonders "die vielen (zivilen) Opfer" um.

Lanz hat penetrant nachgehakt, ob er wirklich glaube, die Ukraine könne nicht gewinnen. So würden es "auch Nato-Generäle sehen", wiederholt sich Stegner auf das Lanz'sche Nachbohren.

Auf Stegners Skepsis gegenüber Waffenlieferungen fragte Lanz, ob das nicht "zynisch" ist, wenn man den Betroffenen in der Ukraine nicht wenigstens die Möglichkeit gibt, "sich selbst zu verteidigen"?

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"Es wäre zynisch, wenn man davon ausgeht, dass der Krieg militärisch für die Ukraine ohne die Nato zu entscheiden ist. Ich glaube, dass das nicht der Fall ist." Stegner machte außerdem klar, dass die Konsequenz daraus für ihn nicht sei, "nichts zu tun".

Er hob daher die gegen Russland umgesetzten Sanktionen aufs Tapet: "Die schärfsten Sanktionen, die jemals verhängt worden sind." Deutschland hilft "humanitär mehr als jedes andere Land" - auch ökonomisch sowie politisch.

Hier konterte Ökonom Clemens Fuest (53), Präsident des "ifo-Instituts", der mitdiskutierte. Es gebe Zahlen vom "Institut für Weltwirtschaft", die aufdecken, dass Amerikaner "mehr helfen als die gesamte EU". Deutschland stehe da "ziemlich am Ende" der Liste. Man tue also wenig.

Stegners Meinung kommt nicht gut an

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (64, FDP) ist für ihre klaren Ansagen bekannt - und immer beliebter.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (64, FDP) ist für ihre klaren Ansagen bekannt - und immer beliebter.  © Kay Nietfeld/dpa

Stegners Meinung stößt manchen bitter auf. Agnes Strack-Zimmermann (64, FDP) ist offenbar nicht begeistert von der Haltung des SPD-Politikers aus Bordesholm.

Sie schreibt - offenbar emotional berührt - kurz nach der Sendung auf Twitter, wo Lanz, wie so oft nach harter Diskussion, auf Platz 1 trendete:

"Währenddessen raunt Ralf #Stegner bei Markus #Lanz, die #Ukraine könne den Krieg nicht gewinnen. Das Problem der 'anderen Interessen' ist offensichtlich bei vielen zu suchen, aber nicht bei denen, die um größtmögliche Unterstützung für die Ukraine ringen. Und damit gute Nacht."

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Strack-Zimmermann übrigens war einen Abend zuvor Gast bei Markus Lanz und berichtete von ihrer kürzlichen Reise in die Ukraine. Das habe ihr Bild in puncto "schwere Waffenlieferung" geändert.

Agnes Strack-Zimmermann reagiert auf Twitter

Tipp: Die lebhafte Diskussion, bei der es auch um die Gazprom-Stiftung ging, ist in der ZDFmediathek zu sehen.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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