Marlene Lufen mit emotionalem Corona-Video: Sorge, dass "dieser Lockdown, das Falscheste ist"

Berlin - Dass am 15. Februar tatsächlich der Lockdown endet, rechnet in Deutschland vermutlich niemand mehr. Viel mehr sieht es danach aus, dass der Never-Ending-Lockdown noch einmal verlängert wird. Was TV-Moderatorin Marlene Lufen (50) dabei viel zu kurz kommt, sind die gravierenden Auswirkungen des Stillstandes.

In einem 14-minütigen Video redet sich Marlene Lufen (50) den Corona-Frust von der Seele.
In einem 14-minütigen Video redet sich Marlene Lufen (50) den Corona-Frust von der Seele.  © Instagram/Marlene Lufen

In einem hoch emotionalen Video redet sich die 50-Jährige 14 Minuten lang ihren Pandemie-Frust von der Seele. "Ich hab das Gefühl, dass wir in zwei, drei Jahren zurück gucken auf diese Zeit, und dass wir denken, wir haben es falsch gemacht, dass dieser Lockdown das Falscheste ist, was wir hätten machen können. Zumindest über so einen langen Zeitraum", so die "Promi Big Brother"-Moderatorin.

Auch in einer Pandemie hätten Menschen Depressionen, eine Suchterkrankung, Herz-Kreislauf-Probleme, Gewalt in der Familie und andere Probleme, die auch zum Tode führen könnten. Das würde ihrer Meinung nach aber zu wenig Beachtung bekommen. "Wir schauen nur auf Infizierten-Zahlen und auf Todes-Zahlen."

Mit viel Recherchearbeit und Expertengesprächen wollte die SAT.1-Frühstücksfernsehen-Moderatorin überprüfen, ob ihr Bauchgefühl richtig oder falsch war. So hat sie die etwas anderen Zahlen genauer unter die Lupe genommen.

Schon beim ersten Lockdown im vergangenen Jahr war die Sorge vor zunehmender häuslicher Gewalt groß. Doch nicht nur Frauen werden geschlagen. Häufig trifft es auch Kinder.

Marlene Lufen kritisiert endlosen Lockdown, will aber keine Verschwörungstheoretikerin sein

Marlene Lufen (50) ist vor allem als SAT.1-Frühstücksmoderatorin bekannt.
Marlene Lufen (50) ist vor allem als SAT.1-Frühstücksmoderatorin bekannt.  © Instagram/Marlene Lufen

"23% mehr Fälle von Gewalt an Kindern in der Gewaltambulanz der Charité im ersten Halbjahr 2020. 600.000 Kinder erleben zu Hause Schläge, Stöße und Schlimmeres. Das sind 6,5 % der Kinder in Deutschland", schreibt Lufen zu ihrem Video. Auch Erwachsene, die immer mehr vereinsamen, haben mit dem Lockdown zu kämpfen.

Dabei möchte die TV-Journalistin, die persönlich keine großen Auswirkungen des Lockdowns spürt, eines klarstellen: Sie ist keine Verschwörungstheoretikerin. "Bei jedem, der Bedenken an den Maßnahmen äußert, wird vermutetet, dass er in die gleiche Richtung wie Trump-Wähler, Michael Wendler oder Attila Hildmann geht. Nichts ist bei mir der Fall."

Die 50-Jährige berichtet auch von Menschen, die um ihre Existenz bangen, von den staatlichen Corona-Hilfen, die nicht ankommen oder davon, dass Freunde die private Rentenversicherung gekündigt haben, um über die Runden zu kommen. "Wir müssen überlegen, ob der Lockdown wirklich das Richtige ist. Wir müssen kritisch auf den Lockdown blicken und uns überlegen, ob wir es nicht doch anders machen können."

Zum Schluss wird sie noch einmal deutlich: "Jedes Mal, wenn in den Nachrichten einer sagt, 'wir müssen nochmal die Zähne zusammenbeißen, dann ist es auch durchgestanden mit der Pandemie', hat irgendein Kind zu Hause die Faust im Gesicht, wird irgendeine Frau geschlagen, überlegt ein Jugendlicher in psychischer Not, ob er sich von der Brücke stürzt."

Titelfoto: Instagram/Marlene Lufen

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