Insta-Fight zwischen FDP-Politikerin und Melanie Müller

Leipzig/Düsseldorf - Da wurden die Krallen ausgefahren! Bei Instagram ist ein kleiner "Bitch-Fight" zwischen Partysängerin Melanie Müller (32) und FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (62) ausgebrochen. 

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (62) wollte in eigener Sache mit einem Anti-Ballermann-Slogan für sie als OB-Kandidatin werben.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (62) wollte in eigener Sache mit einem Anti-Ballermann-Slogan für sie als OB-Kandidatin werben.  © Fabian Sommer/dpa

Auslöser war ein Werbeplakat von Strack-Zimmermann anlässlich der Kommunalwahlen in Düsseldorf am 13. September, bei welchen sie als Kandidatin des Oberbürgermeister-Postens antritt. 

Eine ihrer Kampagnen hieß: "Szene: Ja. Ballermann: Nein. Düsseldorf verstehen." 

Hintergrund waren laut des Mitglieds im FDP-Bundesvorstand ausufernde Partys in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, als würde es das Coronavirus nicht geben. 

Zunächst gab es aber Ärger mit André Engelhard. Der hatte sich die Marke "Ballermann" 1994 sichern lassen. Heißt: Niemand darf mit dem Namen "Ballermann" beispielsweise für eine Party werben. 

Und eben auch keine Politiker im Wahlkampf. 

Strack-Zimmermann nahm die anschließend eingeflatterte Anzeige mit mallorquinischem Humor: "Sch*** drauf, Anzeige ist nur einmal im Jahr." Das Plakat sei aber ohnehin noch nicht aufgehängt worden - und werde es auch nicht. 

Ballermann-Star Melanie Müller kritisiert Strack-Zimmermann - die kontert!

Dieses eigens kreierte Wahlplakat postete Melanie Müller (32) neben das originale von Strack-Zimmermann.
Dieses eigens kreierte Wahlplakat postete Melanie Müller (32) neben das originale von Strack-Zimmermann.  © Instagram/melanie.mueller_offiziell

Auf Instagram gab es für die 62-Jährige, die von 2008 bis 2014 schon Erste Bürgermeisterin ihrer Geburtsstadt war, ebenfalls eine Rüge. 

Müller postete in Anlehnung an Strack-Zimmermanns Werbeplakat ein eigenes. "Szene: Ja. Ballermann: Definitiv. Eventbranche verstehen."  

Die Antwort der FDP-Politikerin ließ nicht lang auf sich warten: "Liebe @melanie.mueller_offiziell, bitte ganz ruhig bleiben. Niemand will Dir Mallorca wegnehmen, ganz im Gegenteil. Du solltest dich schon informieren, worum es hier geht. Hier geht es um eine Düsseldorfer Kommunalwahl", schrieb Strack-Zimmermann. 

Mallorca solle Mallorca und der Ballermann könne gerne der Ballermann bleiben, "aber eben auf Mallorca und nicht in Düsseldorf. Weil in Düsseldorf die Club- und Barszene stirbt, während immer neue Saufkneipen für Touristen aufmachen." 

Die NRW-Metropole entwickle sich zunehmend zum Schauplatz von Teilnehmern von Junggesellenabschieden, "die gerne auch randalieren und rumwüten. Und das willst glaube ich auch nicht Du vor Deiner eigenen Haustür haben. Lass uns doch gerne mal abends durch die Altstadt gehen, dann siehst Du es selbst", bot sie der Leipzigerin an.

Müller bedankte sich zwar für die Reaktion, sprach aber von einer "fragwürdigen Argumentation" und war unzufrieden, wie sie von der 62-Jährigen angesprochen wurde. "Eins aber gleich mal vorweg: das 'DU' ist in der Musik- und Eventbranche normal... da Sie dieser kritisch gegenüber stehen und sich Ihre von meiner Branche gewaltig unterscheidet, gehört es wohl kaum zum guten Ton, sich das 'DU' selbst rauszunehmen. #kniggeundso."

Die Freie Demokratin blieb gelassen, sieze ohnehin lieber, "aber auf Instagram ist das ja eher unüblich. Aber gern."

Titelfoto: Bildmontage: Felix Hörhager/dpa, Fabian Sommer/dpa

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