Merkel-Fotografin Herlinde Koelbl nimmt erstmals keine Menschen vor die Linse

Augsburg - Sie wurde durch ihre Porträts hauptsächlich von Angela Merkel (68) bekannt. Nun hat die Fotografin Herlinde Koelbl (83) erstmals keine Menschen vor die Linse genommen. In ihrer neuen Ausstellung zeigt sie die Vergänglichkeit der Natur.

Fotografin Herlinde Koelbl (83) steht vor einem Porträt von Angela Merkel aus dem Jahr 2018 im Deutschen Historischen Museum.
Fotografin Herlinde Koelbl (83) steht vor einem Porträt von Angela Merkel aus dem Jahr 2018 im Deutschen Historischen Museum.  © Christoph Soeder/dpa

"Es ist ein ganz besonderes Projekt, denn erstmals habe ich keine Menschen fotografiert", sagte die 83-Jährige. Es sei aber "trotzdem ein echter Koelbl".

Die Ausstellung "Metamorphosen" ist von diesem Freitag an im Augsburger "H2 - Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast" bis zum 23. April 2023 zu sehen. Nach Angaben des Museums werden 120 Farbfotografien präsentiert.

Koelbl wurde mit dem Langzeit-Projekt "Spuren der Macht" bekannt. Sie hatte dafür in Abständen beispielsweise Gerhard Schröder (78) oder Joschka Fischer (74) porträtiert, um zu zeigen, wie sich die Protagonisten verändern.

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Später konzentrierte sie sich auf die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die ehemalige CDU-Chefin wurde von Koelbl insgesamt drei Jahrzehnte lang abgelichtet.

Zu ihrer aktuellen Schau sagt Koelbl, dass trotz der neuen Motive ein Thema, das sich durch ihre Arbeiten ziehe, geblieben sei - die Vergänglichkeit. "Nun liegt mein Fokus auf der Natur", meinte die Künstlerin. Dort bleibe nichts unverändert.

"Im Vergehen lässt die Natur eine neue Schönheit und eine veränderte Wahrnehmung entstehen." Es bedürfe einer besonderen Achtsamkeit, dies zu erkennen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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