Ist Michael Wendler zu geizig, um Beerdigung seiner Mutter zu zahlen?

Cape Coral (USA) / Dinslaken - Vor zwei Wochen wurde die Nachricht von Christine Tiggemanns (†73) plötzlichem Tod öffentlich. Ihr Sohn, Michael Wendler (48), soll sich nun weigern, für die Kosten ihrer Beisetzung aufzukommen - und das, obwohl er in seinem Haus in Amerika nach außen hin in Saus und Braus lebt.

Michael Wendler (48) lebt mit Ehefrau Laura Müller (20) in den USA.
Michael Wendler (48) lebt mit Ehefrau Laura Müller (20) in den USA.  © instagram.com/lauramuellerofficial

Am 12. Februar verstarb Michael Wendlers Mutter Christine Tiggemann im Alter von 73 Jahren überraschend in ihrer Wohnung in Dinslaken.

Kurz darauf erfuhr auch der Schlagersänger von der traurigen Nachricht und schrieb in seiner Telegram-Gruppe: "Ich habe dich immer geliebt Mutterherz. Und ich werde dich immer lieben... Dein Sohn Michael."

Nun, gut zwei Wochen später, steht die Trauerfeier der Verstorbenen an. 4000 Euro soll die Urnenbeisetzung laut Bild kosten.

Doch der Wendler selbst will wohl keine müde Mark beisteuern.

"Michaels Schwester Bettina hat alles von ihrem Erspartem bezahlt, obwohl sie kaum Geld hat. Michael selbst hat nichts dazugegeben. Er meinte zu ihr, sie könne ja den Hausrat ihrer Mutter verkaufen. Aber die alten Möbel und der ganze Krempel sind ja nichts wert!", berichtet dessen Vater Manfred Weßels (74), der mit seinem Sohn schon seit Jahren zerstritten ist.

Tiggemann selbst hat laut ihrem Ex-Mann Weßels nichts zu vererben. Ihre Wohnung ist noch im Besitz vom Wendler, sei aber mit Schulden belastet.

Vater Manfred Weßels wirft Michael Wendler vor, Mutter gegen ihren Willen in Urne beizusetzen

Vater Manfred Weßels (74) ist mit seinem Sohn seit Jahren zerstritten.
Vater Manfred Weßels (74) ist mit seinem Sohn seit Jahren zerstritten.  © instagram.com/manfredwesselsofficial/

Der 74-Jährige kann sich die Ausgaben für die Beisetzung ebenfalls nicht leisten, will aber zumindest ein bisschen Geld dazugeben: "Ich bekomme nur eine Mini-Rente, mit der ich meinen zweiten Sohn und meine jetzige Ehefrau versorgen muss. Ich fahre nebenbei noch Lkw, weil es vorn und hinten nicht reicht. Aber ich werde meiner Tochter etwas zu der Summe beisteuern und mich auch um einen angemessenen Grabstein für Christine kümmern."

Als wäre das nicht schon schlimm genug, entspricht die Urnenbeisetzung gar nicht dem Wunsch der Verstorbenen!

Tiggemann sei laut Weßels streng-katholisch gewesen und wollte nie verbrannt werden: "Sie hatte Angst, dass sie sonst in die Hölle käme. Michael hat das gewusst und einfach dagegen entschieden, weil Verbrennen billiger als eine Erdbestattung ist."

Nach dem Tod der Mutter hat der Musiker wieder Kontakt zu seiner Schwester Bettina aufgenommen. Ihr gegenüber soll er laut seinem Vater geäußert haben, dass sie in einer Urnenbestattung beigesetzt werden soll.

Seine Schwester habe dies daraufhin so veranlasst.

Michael Wendler gibt Statement auf Telegram ab

Ob Michael Wendler zur Beerdigung seiner Mutter erscheinen wird, ist unklar.
Ob Michael Wendler zur Beerdigung seiner Mutter erscheinen wird, ist unklar.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Ist der Schlagerbarde zumindest bei der Beerdigung von Tiggemann dabei?

Sein Vater glaubt nicht daran: "Dazu hat er viel zu sehr Angst vor Strafverfolgung und dass man ihn hier einbuchtet. Außerdem hat er für seine Mutter noch nie etwas übrig gehabt. Der bleibt, wo er ist."

Wendler selbst äußert sich nun auf Telegram zu den heftigen Vorwürfen: "Fakt ist. Ich habe meine Mutter 12 Jahre finanziell als einziges Familienmitglied unterstützt! [...] Da sie sonst abgestürzt wäre als mein Vater sie verlassen hat! Betrogen von meinem Vater der sich jetzt anmasst sich einzumischen und zu wissen was der letzte Wille meiner Mutter war. Lächerlich!!!" (Rechtschreibung übernommen)

Ob der Musiker seiner Mutter auf ihrem Begräbnis die letzte Ehre erweist, bleibt dennoch fraglich.

Seit Monaten hetzt er gegen die deutsche Regierung und deren Beschlüsse im Zuge der Corona-Pandemie.

Eine Rückkehr in sein Heimatland hat der Wahlamerikaner bisher kategorisch ausgeschlossen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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