Michael Wendler "weiß", wie die US-Wahl wirklich ablief und kündigt neuen TV-Auftritt seines Managers an

Cape Coral (USA) - Neu-Verschwörungstheoretiker Michael Wendler (48) erklärt in seiner Telegram-Gruppe, wie die Welt tickt. Oder besser gesagt, wie er glaubt, dass sie tickt. Seine neuesten Erkenntnisse zum Thema US-Wahl lauten wie folgt: 

Michael Wendler geht mit seinen kruden Verschwörungstheorien baden.
Michael Wendler geht mit seinen kruden Verschwörungstheorien baden.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Der Wendler eröffnete seine Sprachnachricht am heutigen Mittwoch mit einem "Guten Morgen", was darauf schließen lässt, dass der "good morning in se morning"-Sager noch nicht in die Realität zurückgekehrt ist. Die obligatorische Begrüßung kehrt nämlich erst dann wieder zurück.

So erklärte der Schlagerstar, dass er "sensationelle" Erkenntnisse zur US-Wahl vor vier Jahren hat, die er uns unbedingt nicht vorenthalten möchte.

Demnach seien Beweisstücke aufgetaucht, die belegen würden, dass Hillary Clinton (72) E-Mails über ihren Privatrechner verschickt habe, die angeblich streng geheim waren. 

Die E-Mails sollen aufdecken, dass die Politikerin damals mit Barack Obama (59) zusammenarbeitete. Beide "tätigten Dinge, die hoch brisant sind", erklärt Michael Wendler. 

Und der nun endgültig (?) ausgewanderte Sänger will wissen: "Ihnen droht nun ein Prozess der Superlative. Hier geht's um Hochverrat. Das ist unfassbar."

Michael Wendler überzeugt: "Clinton und Obama haben rechtswidrig gehandelt!"

Barack Obama (59, l.) hält Hillary Clinton (72) im Arm (Archivbild).
Barack Obama (59, l.) hält Hillary Clinton (72) im Arm (Archivbild).  © dpa/EPA/Shawn Thew

Nach ein wenig Gestottere rückte der Wendler mit der Sprache raus, worum es nun eigentlich genau geht. 

Clinton versuchte angeblich gemeinsam mit Obama die Präsidentschafts-Kandidatur Donald Trumps (74) zu verhindern. Dazu sollen die beiden Demokraten die Russland-Affäre angezettelt haben.

"Das kommt hier jetzt gerade raus!", echauffiert sich der Wendler. "Da wurde ganz klar rechtswidrig gehandelt!"

Donald Trump ist also unschuldig. Genauso, wie der Schlagerstar höchstpersönlich unschuldig ist, wenn man ihn fragen würde, ob er ein Verschwörungstheoretiker sei. Denn sogar sein Manager (ist der überhaupt noch im Dienst?) soll sich beim Wendler entschuldigen. Alles klar!

In seiner über fünfminütigen Sprachnachricht erklärte der Wendler nämlich auch, dass sein ehemaliger Manager, so formuliert dieser es, es einsehe, dass er den Wendler nicht als verrückt hätte beschreiben sollen.

"Jeder kann denken, was er möchte", so der Wendler. "Mein Manager Markus Krampe (49) äußerte sich in der Oliver-Pocher-Schow jedoch sehr unglücklich." Für Krampe war es scheinbar ein Schock, dass der Wendler zum Verschwörungstheoretiker wurde. Sein Klient und Freund sei in die "falschen Bahnen" geraten. Er nannte den Schlagerstar zudem verrückt.

Und nun "ist Besserung in Sicht", erzählt Michael Wendler.

Wendler-Manager Markus Krampe erneut bei Oliver Pocher zu Gast

Krampe wird am Donnerstag wieder bei "Pocher - gefährlich ehrlich" auf RTL zu Gast sein und sich erneut zu der Entwicklung um Michael Wendler äußern.

Ob er sich jedoch tatsächlich entschuldigen wird, bleibt abzuwarten. Ab 23.15 Uhr kann man sich sein Statement live ansehen. "Da lohnt es sich auf jeden Fall einzuschalten", sagt Wendler überzeugt.

Amerika sei "Leuchtfeuer der Demokratie"

Eine Mitarbeiterin eines Supermarkts Costco desinfiziert Einkaufswagen, während sie auf eine Kundin reagiert, die eine Schnorchelmaske trägt.
Eine Mitarbeiterin eines Supermarkts Costco desinfiziert Einkaufswagen, während sie auf eine Kundin reagiert, die eine Schnorchelmaske trägt.  © dpa/AP/The Philadelphia Inquirer/Michael Bryant

In einer zweiten Sprachnachricht erklärte der Schlagerstar, dass der "Maskenzwang" im US-Bundesstaat Florida nie so präsent war, wie in Deutschland.

"Die Maskenanweisung ist komplett weggefallen", erklärte er. "Jeder, und das finde ich auch gut so, kann machen, was er möchte."

Michael Wendler fuhr fort: "Es gibt einige, die gehen auch in den Supermarkt mit Maske. Die sind wahrscheinlich noch nicht genug aufgeklärt. Und die anderen lassen die komplett weg."

Der Maskenmuffel erklärte weiter, dass er froh sei, in Florida zu leben, einem Bundesstaat der republikanisch geführt wird und deshalb ähnliche Ansichten führe, wie der Wendler. "Hier wird die Freiheit groß geschrieben."

Der Wendler weiter: "Ich habe Amerika schon immer als Leuchtfeuer der Demokratie beschrieben und hoffentlich zeigt sich das in den nächsten Tagen und Wochen und Monaten, das Amerika dieses Leuchtfeuer ist für die ganze Welt."

Mit einem Blick auf die Corona-Fallzahlen wird sich dieses Leuchtfeuer sicher in der nächsten Zeit bestätigen.

Titelfoto: Montage: dpa/AP/The Philadelphia Inquirer/Michael Bryant, dpa/EPA/Shawn Thew, dpa/Rolf Vennenbernd

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