Mike Singer über falsche Freunde und Hater

Offenburg - Mike Singer ist schon in jungen Jahren ein Social-Media-Star, mit 20 veröffentlicht er bereits sein viertes Album. Darauf singt er auch über die Schattenseiten des Ruhms: falsche Freunde und Hater.

Die Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), Mike Singer (v.l.n.r.), Maite Kelly und Dieter Bohlen.
Die Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), Mike Singer (v.l.n.r.), Maite Kelly und Dieter Bohlen.  © Stefan Gregorowius/TVNOW/dpa

Er stand mit all seinen drei Alben auf Platz eins der deutschen Charts, er war Kandidat in den TV-Shows "The Voice Kids" und "The Masked Singer", er sitzt bald als Juror von "Deutschland sucht den Superstar" neben Dieter Bohlen.

Das Leben von Mike Singer muss ein einziger Rausch sein - dabei ist er gerade mal 20 Jahre jung.

An diesem Freitag kommt Album Nummer vier, "Paranoid!?", auf den Markt. "Kann nicht stillstehen, denn das treibt mich in den Wahnsinn. Und wohin ich will, dass weiß ich erst, wenn ich dann da bin", singt der Musiker in "Hau Ab" - und beschreibt so das ständige Gefühl, sich weiterentwickeln, aber auch für seine Fans da sein zu müssen.

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Singer hat allein auf Instagram rund 1,4 Millionen Follower, auf YouTube sind es 750.000.

Auf der Videoplattform begann seine Karriere, als er im Alter von zwölf Jahren Coversongs hochlud.

Ein Jahr später nahm er an der Kinder-Castingshow "The Voice Kids" teil, die ihm noch mehr Anhänger bescherte.

Diese lässt er über soziale Medien mit zahlreichen Fotos und Videos an seinem Leben teilhaben. Zumindest in diesem Bereich tritt Singer, der ab Januar erstmals in der "DSDS"-Jury sitzt, mittlerweile auf die Bremse.

Mike Singer: Social Media nahm viel Raum in seinem Leben ein

Der Popsänger Mike Singer steht im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds neben seinem Hologramm.
Der Popsänger Mike Singer steht im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds neben seinem Hologramm.  © Jens Kalaene/dpa

"Ich habe mich davon abhängig gemacht, immer für meine Fans da zu sein und am Start zu bleiben. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich auch mal Zeit für mich privat haben muss", sagt der 20-Jährige. Er wolle seine Anhänger mit der Musik erreichen und nicht mit gestellten Fotos. "Die habe ich fast täglich gepostet, nur um meine Reichweite zu behalten."

Der Sohn russlanddeutscher Eltern, der in Offenburg aufgewachsen ist und noch immer am Rande des Schwarzwalds lebt, reflektiert auf seiner neuen Platte auch die Schattenseiten des frühen Social-Media-Ruhms.

In "Nie mehr" wendet er sich an Hater und ihre Hassbotschaften: "Ihr kriegt mein Herz nie mehr. Egal, wie viele von euch gegen mich sind. Ich hör nicht hin. Ihr seid die Tränen nicht wert."

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Mit Beleidigungen im Netz geht der junge Sänger, der wegen des ähnlichen Karrierestarts und der zahlreichen Tattoos gern mit Justin Bieber verglichen wird, mittlerweile souverän um.

"Sobald du Erfolg hast, kommen automatisch die Neider und Hater. Das ist ganz normal. Aber wenn jemand grundlos meine Familie beleidigt, geht mir das zu weit. Das verletzt mich schon." Auch die Schwierigkeit, in der Social-Media-Scheinwelt echte Freunde zu finden, behandelt Singer. In "Paranoid!?", das vom Sound her an den Synthie-Pop der 1980er Jahre erinnert, heißt es: "Bin ich nur paranoid? Wem kann ich noch vertrauen? Hört mich jemand da draußen?"

Die zwölf Popsongs, meist nicht länger als zweieinhalb Minuten, behandeln natürlich auch Themen wie Liebe ("High") und Eifersucht ("Panik"), sie sind vor allem auf ein junges Publikum zugeschnitten. Und das wird ihm wohl auch bei dosierter Social-Media-Präsenz die Treue halten - und vermutlich Album Nummer vier an die Charts-Spitze bringen.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

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