Mit dieser Aussage sorgt J.K. Rowling wieder für Hass im Internet

Großbritannien - Autorin J.K. Rowling (54, Harry Potter) hat sich auf Twitter mal wieder heftig in die Nesseln gesetzt. Vermutlich unbeabsichtigt, beschämte sie eine Gruppe Transgender-Aktivisten.

Autorin J.K. Rowling (54). (Archivbild)
Autorin J.K. Rowling (54). (Archivbild)  © dpa/AP/Invision/Joel C Ryan

Am Sonntag teilte J.K. Rowling den devex.com-Artikel "Schaffung einer gerechteren Welt nach COVID-19 für Menschen, die menstruieren" auf ihrem Twittere-Kanal.

Dazu kommentierte sie "'Menschen, die menstruieren'. Ich bin sicher, es gab früher ein Wort für diese Menschen. Jemand muss mir helfen. Wumben? Wimpund? Woomud? (Anspielung auf Women/Frauen)"

Jemanden kränken wollte sie mit dem Tweet vermutlich nicht. Vielleicht sich eher für klarere Formulierungen aussprechen. Wer, außer Frauen, soll auch sonst menstruieren, dachte sich J.K. Rowling offensichtlich. 

Eine Antwort auf diese Frage lieferte sehr schnell die Aktivisten-Gruppe GLAAD (Gay and Lesbian Alliance Against Defamation), die sich gegen die Deflation der LGBTQ-Community einsetzt. 

Wen die Autorin in ihrem unbedachten Tweet nämlich nicht berücksichtigte, sind die Menschen, die beispielsweise weiblich geboren wurden, sich aber nicht als Frauen identifizieren und trotzdem (noch) menstruieren, erklären die Aktivisten empört. Recht haben sie damit. Die hat Frau Rowling wohl nicht auf dem Schirm gehabt.

Das nimmt die Community "GLAAD" derr 54-jährigen Autorin übel und wettert auf Twitter: "JK Rowling fährt fort, sich einer Ideologie anzuschließen, die vorsätzlich Fakten über geschlechtliche Identität und Menschen, die trans sind, verzerrt. Im Jahr 2020 gibt es keine Entschuldigung dafür, Trans-Personen ins Visier zu nehmen."

Und weiter: "Wir stehen der transsexuellen Jugend bei, besonders den Harry-Potter-Fans, die durch ihre ungenauen und grausamen Tweets verletzt wurden." 

Fast das Ende vom Lied war eine Entschuldigung der Autorin an die Community, in der sie schrieb, dass sie "seit Jahrzehnten einfühlsam mit transsexuellen Menschen umgeht." Und weiter: "Ich würde mit Euch marschieren, wenn Ihr aufgrund Eurer Transsexualität diskriminiert würdet." Angenommen wurde Edie ntschuldigung allerdings nicht wirklich. 

"Zuallererst SIND Transsexuelle diskriminiert, weil sie Transsexuelle sind, es gibt kein 'Wenn', und hier sind Sie, die nicht mit der LGBT-Gemeinschaft marschieren", so nur eine Reaktion.

Schon zuvor fiel J.K. Rowling mit ähnlichen Äußerungen gegen die LGBTQ-Community negativ auf.

Titelfoto: dpa/AP/Invision/Joel C Ryan

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