Brutale Rassismus-Attacke in Erfurt: Motsi Mabuse mit Seitenhieb gegen #allesdichtmachen

Frankfurt am Main/Erfurt - Ein erwachsener Mann beschimpft, bespuckt und feindet einen erst 17 Jahre alten Syrer in einer Erfurter Straßenbahn rassistisch an. Zu allem Überfluss tritt der Pöbler auch noch brutal auf den Jungen ein, ehe er die Bahn verlässt. Niemand griff ein, jedoch wurde der Vorfall gefilmt, sodass der Täter kurze Zeit später zumindest identifiziert werden konnte. Für Motsi Mabuse (40) ist der schreckliche Vorfall ein wahres Armutszeugnis für ganz Deutschland.

Motsi Mabuse (40) hat der rassistische Angriff auf einen minderjährigen Syrer in Erfurt zutiefst schockiert.
Motsi Mabuse (40) hat der rassistische Angriff auf einen minderjährigen Syrer in Erfurt zutiefst schockiert.  © Montage: DPA/Rolf Vennenbernd, Screenshot Twitter/Tarek_Bae

Mit höchst emotionalen Worten richtete sich die "Let's Dance"-Jurorin auf ihren Social-Media-Kanälen an ihre Follower. So teilte sie auf Twitter zum einen das schockierende Video und sparte dabei auch nicht mit einem Seitenhieb gegen die "#allesdichtmachen"-Initiative, die in den vergangenen Tagen hohe Wellen schlug.

Im Text zu ihren Retweet schrieb sie (frei aus dem Englischen übersetzt): "Ich wäre so dankbar, wenn sich 50 Schauspieler ein Video über dieses Thema machen würden. Vielleicht könnten wir eine genauso große Reaktion der Regierung bekommen und darüber sprechen, wie sehr Rassismus das Leben von Menschen in Deutschland beeinflusst".

Starke Worte, die Motsi mit mehreren Instagram-Text-Stories noch unterstrich. Darin teilte sie ihren rund 483.000 Followern unter anderem mit, dass sie derartige Bilder enorm "erschöpfen" würden. Darüber hinaus unterstellte sie ganz Deutschland ein "echtes Problem" - womit sie unweigerlich den immer wieder aufkommenden Rassismus ansprach.

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Und auch das Thema Auswanderung schneidet die 40-jährige Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter offen an. Schon des Öfteren sei sie eigenen Aussagen zufolge darauf angesprochen worden, ob sie nach Großbritannien ziehen wolle.

Dies beantwortete sie in ihrer Story mit einer Gegenfrage, die dennoch recht deutlich anmutet: "Was denkst du, nachdem du dieses Video gesehen hast?", so ihre Worte.

Motsi Mabuse wünscht sich mehr Engagement von Prominenten beim Thema Rassismus

Im weiteren Verlauf thematisierte Motsi zudem ihre Ängste, die sie im Bezug auf ihre Tochter begleiten. So habe sie ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, ob ihr Nachwuchs eine "traumafreie Kindheit" in Deutschland genießen könne, ohne jemals aufgrund ihrer Hautfarbe angefeindet zu werden.

In ihrem Appell rief sie abschließend noch dazu auf, dass sich weitaus mehr als die "schwarze Community" für das Thema Rassismus stark machen müsse, um eine Veränderung zu bewirken.

Schließlich wendete sie sich auch nochmal an die Politik und mahnte dazu an, das "Problem" endlich ernster zu nehmen.

Titelfoto: Montage: DPA/Rolf Vennenbernd, Screenshot Twitter/Tarek_Bae

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