Nach Antisemitismus-Vorwürfen: Weiteres Gutachten im Fall Gil Ofarim

Leipzig - Der Leipziger Staatsanwaltschaft liegt ein ergänzendes Gutachten zu den Antisemitismus-Vorwürfen um den Sänger Gil Ofarim (39) vor.

Im Fall der Antisemitismus-Vorwürfe um den Sänger Gil Ofarim (39) gibt es mittlerweile ein weiteres Gutachten.
Im Fall der Antisemitismus-Vorwürfe um den Sänger Gil Ofarim (39) gibt es mittlerweile ein weiteres Gutachten.  © Tobias Hase/dpa

Für das Gutachten hatten die Ermittler die Szene in einem Leipziger Hotel im Dezember nachgestellt und durch die Überwachungskameras aufgezeichnet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Ein Gutachter, der zuvor auch schon die Originalaufnahmen der Überwachungskameras ausgewertet hatte, habe diese Aufnahmen analysiert.

Zu Details werde sich die Staatsanwaltschaft vor Abschluss der Ermittlungen nicht äußern, hieß es.

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Ofarim hatte Anfang Oktober in einem Video geschildert, dass ihn ein Mitarbeiter des Hotels aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim erstattete Anzeige.

Der Staatsanwaltschaft Leipzig liegen zudem mehrere Anzeigen zu dem Vorfall vor – auch von dem beschuldigten Hotelmitarbeiter gegen Ofarim wegen Verleumdung.

Die Beschuldigten haben den Angaben zufolge nun die Möglichkeit, die Akten einzusehen und sich noch einmal zu den Tatvorwürfen zu äußern.

Im Oktober hatte der Musiker einem Angestellten des Westin Hotels in Leipzig vorgeworfen, ihn antisemitisch diskriminiert zu haben.
Im Oktober hatte der Musiker einem Angestellten des Westin Hotels in Leipzig vorgeworfen, ihn antisemitisch diskriminiert zu haben.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wann die Ermittlungen voraussichtlich abgeschlossen werden, sei noch unklar, teilte der Sprecher mit.

Titelfoto: Bildmontage / Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa / Tobias Hase/dpa

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