Nach Auftritt im "ZDF-Fernsehgarten": Riccardo Simonetti erhält Mordrohungen

Berlin - Der Entertainer und Influencer Riccardo Simonetti (28) wurde erneut Opfer von homophoben Anfeindungen – doch nun muss der 28-Jährige auch Angst um sein Leben haben.

Das Magazin "Forbes" wählte Riccardo Simonetti (28) im Jahr 2019 zu den 30 einflussreichsten Menschen unter 30.
Das Magazin "Forbes" wählte Riccardo Simonetti (28) im Jahr 2019 zu den 30 einflussreichsten Menschen unter 30.  © Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

Grund für die Hass-Botschaften war der bunte Auftritt des häufig geschminkten Models am Sonntag im "ZDF-Fernsehgarten" am Mainzer Lerchenberg.

"Ich habe das bereits zum dritten Mal machen dürfen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie liebevoll das ganze Team vor Ort an der Sendung arbeitet", zog der Entertainer auf Instagram Bilanz.

Doch einige TV-Zuschauer rieben sich an der Performance des offen schwul lebenden Wahlberliners und machten aus ihrem Homo-Hass eine Mördergrube, wie der Wahlberliner weiter in seinem Social-Media-Beitrag schilderte.

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"Leider gibt es auch ein paar Regenwolken, die sich über diesen schönen Tag legen. Nach meinem Auftritt im Fernsehgarten haben mein Management und mich zahlreiche Morddrohungen erreicht, die die sehr explizit und grausam waren", schrieb der Influencer, der 2019 vom Magazin "Forbes" zu den 30 einflussreichsten Menschen unter 30 gewählt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass der LGBTQ*-Sonderbotschafter für das Europäische Parlament diese schreckliche Erfahrung machten musste und fies bepöbelt wurde.

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Riccardo Simonetti (28) wird nach seinem Auftritt im Fernsehgarten angefeindet.
Riccardo Simonetti (28) wird nach seinem Auftritt im Fernsehgarten angefeindet.  © Jörg Carstensen/dpa

"Leider ist das keine Seltenheit und eigentlich nur ein trauriges Armutszeugnis, mit dem man als geschminkter Mann heute auch noch leben muss. Mir ist besonders wichtig zu betonen, dass all diese Nachrichten mit homophoben Absichten geschrieben wurden. In jeder Nachricht ging es darum, dass Schwule generell vergast oder schlimmeres gehören", berichtete der 28-Jährige weiter.

Das Verhalten der Homo-Hasser soll nicht ungestraft bleiben. Simonetti habe sich "vorgenommen alle Verfasser dieser Nachrichten zur Anzeige zu bringen. Jede einzelne von ihnen."

Das werde er auch in der Zukunft so handhaben, betonte er weiter, "falls so etwas wieder passieren sollte. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und die Handlungen, die man hier unternimmt, haben auch im echten Leben Konsequenzen."

Titelfoto: Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

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