Nach Reise an Ukraine-Grenze: Olympiasieger Felix Loch berichtet vom Kriegs-Horror

Berchtesgaden - Rodel-Olympiasieger Felix Loch (32) hat nach einem Besuch an der ukrainischen Grenze eine herzzerreißende Nachricht verfasst. Darin schilderte er seine schockierenden Erfahrungen aus der Krisenregion und appellierte für Frieden.

Auf Instagram teilte Felix Loch (32) seine Eindrücke aus der Krisenregion.
Auf Instagram teilte Felix Loch (32) seine Eindrücke aus der Krisenregion.  © Instagram/Felix Loch

"Die letzten 36 Stunden haben für mich alles verändert: ich bin zum ersten Mal in meinem Leben richtig ratlos, fassungslos, hoffnungslos", schrieb Loch auf seinem Instagram-Account (Rechtschreibung übernommen).

Zusammen mit seiner Frau Lisa fuhr der 32-Jährige im Rahmen der Aktion "Athletes for Ukraine" mit 16 Helfern in acht Bussen an die ukrainische Grenze in Polen.

"Wir haben es gefühlt! Die Hilflosigkeit und die Verzweiflung der Tausenden von Müttern und Kindern am Grenzübergang Medyka. Es ist der Horror! Ich hab es mir schlimm vorgestellt. Sehr schlimm! Aber das was da passiert im Herzen Europas das ist schockierend, menschenunwürdig und machte mich und uns alle vor Ort fassungslos", so der Sportler.

Jennifer Lange und Freund Dari plagt unschönes Problem: "Man hört sie nicht, man spürt sie nur"
Jennifer Lange Jennifer Lange und Freund Dari plagt unschönes Problem: "Man hört sie nicht, man spürt sie nur"

Drei Fahrzeuge vom Deutschen Skiverband, zwei vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland und weitere Vereinsbusse aus der Region brachten Hilfsgüter in die Krisenregion.

Auf dem Weg zurück nahmen sie "21 wunderbare Kinder und 26 unfassbar starke Mütter und tapfere Mädchen" mit. "Viel zu wenige!", fügte er an.

Felix Loch nach Reise an Ukraine-Grenze: "Dieser Krieg muss aufhören!"

Schwer zu verarbeiten sei für Loch und seine Frau die Entscheidung gewesen, wen sie auf dem Rückweg mitnehmen, wie der Rodler in einem Interview bei der Radiowelt auf Bayern 2 sagte.

"Man muss in ein fremdes Auto einsteigen und man muss in ein fremdes Land fahren", sagte er, das sei schon "extrem krass". Bei der Rückfahrt habe seine Frau "einfach vier, fünf Stunden nur geweint", schilderte Loch.

"Ich werde nie vergessen, was wir in den letzten Stunden gesehen und erlebt haben. Es verändert einfach alles! Dieser Krieg muss aufhören! Alle Kriege müssen aufhören!!", beendete Loch seinen Instagram-Eintrag.

Titelfoto: Instagram/Felix Loch

Mehr zum Thema Promis & Stars: