"Nebenan"-Star Peter Kurth im Interview: "Was heißt fies oder nicht fies?"

Berlin - Schauspieler Peter Kurth (64) arbeitet bereits an seinem nächsten Projekt.

Schauspieler Peter Kurth (64) Kurth arbeitet nach "Nebenan" bereits an seinem nächsten Projekt.
Schauspieler Peter Kurth (64) Kurth arbeitet nach "Nebenan" bereits an seinem nächsten Projekt.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Regisseur Thomas Stuber (40) will er einen neuen Kinofilm drehen. "Da fangen wir im August an", sagte Kurth der Deutschen Presse-Agentur.

Mit ihm habe er auch schon "Herbert" und "In den Gängen" gemacht. Der neue Film basiere auf dem Erzählband "Die stillen Trabanten" von Clemens Meyer (43). Kurth spielt einen der Security-Leute. Auch am Deutschen Theater in Berlin war er mit der Geschichte schon zu sehen.

Vor einigen Jahren wurde Kurth mit der Krimiserie "Babylon Berlin" einem Millionenpublikum bekannt. Derzeit ist er in Daniel Brühls (43) Kinofilm "Nebenan" zu sehen, der in einer Berliner Eckkneipe spielt. Kurth spielt einen Mann, der seinen Nachbarn - einen erfolgreichen Schauspieler - über lange Zeit ausspioniert.

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Ein eher fieser Typ? "Das ist eine moralische Färbung, die ich so nicht mitgehen würde", sagte Kurth. "Was heißt fies oder nicht fies? Ich stelle mir eine andere Frage. Was ist mit ihm passiert, dass er jetzt in dieser Situation feststeckt?"

Der Film erzählt von Verdrängung in Großstädten und unterschiedlichen Lebenswegen.

Peter Kurth erzählt im Interview, ob er selbst eine Stammkneipe hat

Schauspieler Daniel Brühl (43) hat bei "Nebenan" erstmals selbst Regie geführt.
Schauspieler Daniel Brühl (43) hat bei "Nebenan" erstmals selbst Regie geführt.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Wie er sich auf die Figur vorbereitet hat? "Durch das Leben", sagte Kurth, der selbst in der DDR aufgewachsen ist.

"Es ist meine Generation. Wir sind einen ähnlichen Weg gegangen durch zwei Gesellschaftsordnungen. Da habe ich an Erfahrung viel mitbringen können. Und dann muss man natürlich den Text lernen." Mit Brühl als Regisseur sei er sehr zufrieden. "Das hat er sehr gut gemacht."

Der Psychothriller erzählt auch von den Veränderungen in Berlin. Auch in seiner Nachbarschaft sei ein großer Umschwung passiert, sagte Kurth.

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"Deshalb finde ich es gut, dass es Leute gibt, die sich damit beschäftigen. Um Fragen zu stellen: Was passiert hier? Wie leben wir zusammen? Kommen wir raus aus der Situation? Oder verschlimmert sie sich?"

Auf die Frage, ob er eine Stammkneipe in Berlin habe, antwortete Kurth: "Jo." Und ist die eher wie im Film oder eine hippe Bar? "Is' mehr wie im Film."

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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